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Meningeome

Überwiegend gutartige, der harten Hirnhaut anhaftende Tumoren des Erwachsenenalters, die aus den Deckzellen der weichen Hirnhaut entstehen. Häufigkeit: etwa 25% aller Tumoren des Zentralnervensystems. Manifestationsalter: gehäuft ab dem 5. Lebensjahrzehnt. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Meist handelt es sich um einzelne Tumoren, bei Patienten mit Neurofibromatose Typ 2 kommen nicht selten mehrere Meningeome vor. Gutartige Meningeome sind scharf begrenzte Tumoren, die nicht in das angrenzende Hirngewebe einwachsen. Der Schädelknochen über einem Meningeom ist jedoch nicht selten verdickt. Die WHO-Klassifikation unterscheidet bei den Meningeomen drei WHO-Grade:
  • Meningeom (WHO-Grad I). Diese Tumoren machen >85% aller Meningeome aus, sind gutartig, operativ entfernbar und prognostisch günstig.
  • Atypisches Meningeom (WHO-Grad II). Diese Tumoren zeichnen sich durch ein erhöhtes Wachstumspotential aus. Sie machen etwa 10% aller Meningeome aus und haben selbst nach kompletter operativer Entfernung eine hohe Rezidivquote. Deshalb sind regelmäßige Nachkontrollen nach der Operation erforderlich.
  • Anaplastisches Meningeom (WHO-Grad III). Anaplastische Meningeome sind relativ seltene, bösartige Tumoren der Hirnhäute. Sie machen 2 bis 3% aller Menigeome aus. Eine Absiedlung von Tochtergeschwülsten in entfernte Organe ist möglich, und die Prognose ist insgesamt ungünstig. Eine postoperative Strahlentherapie ist erforderlich.
Beispiel für ein Meningeom:

 

Quellen:
Tonn Jörg-Christian et al: Oncology of CNS Tumors, Springer Verlag 2010

Quelle und Copyright: Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft (NOA)
Link zur NOA:              www.neuroonkologie.de

 

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