ÜbersichtDas Glioblastom ist der häufigste und bösartigste astrozytäre Tumor. Glioblastome machen mehr als die Hälfte aller Gliome aus und treten bevorzugt im Großhirn bei Erwachsenen auf. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr. Die meisten Glioblastome entstehen mit kurzer klinischer Vorgeschichte (primäre Glioblastome). Glioblastome, die sich aus einem vorbestehenden, diffusen oder anaplastischen Astrozytom entwickeln, bezeichnet man als sekundäre Glioblastome.
DiagnoseDas wichtigste diagnostische Verfahren ist die Magnetresonanztomografie (MRT) des Schädels. Wenn dies nicht möglich ist, kommt die Computertomografie (CT) zum Einsatz. Die Sicherung der Diagnose erfolgt in der Regel durch eine operative Gewebeentnahme. Derzeit wird geprüft, ob bestimmte Laboruntersuchungen (MGMT) als Routine durchgeführt werden sollten, um zu entscheiden, ob im Rahmen der Behandlung (siehe unten) auch eine Chemotherapie durchgeführt werden sollte.
links: Marklagerschwellung
rechts: Nekrose mit Kontrastmittelaufnahme im Randbereich
TherapieDie Therapie umfasst die Operation mit nachfolgender lokaler Strahlentherapie. Zusätzlich wird heute meist eine Chemotherapie, entweder direkt nach der Strahlentherapie oder zur Behandlung eines Rezidivtumors eingesetzt. Die Prognose ist trotz intensiver Therapie ungünstig. Mit der modernen Chemotherapie sieht man jedoch zunehmend Patienten, insbesondere jüngeren Lebensalters, die Überlebenszeiten von mehr als 3 Jahren nach Diagnosestellung erreichen.
Weiterführende Hinweise finden Sie in der
Leitlinie der NOA.