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Hautkrebsvorstufe Aktinische Keratose
Unter aktinischen Keratosen werden rötliche, manchmal auch hautfarbene, fest haftende Rauhigkeiten der Hautoberfläche verstanden, die heute als Vorstufe des
Plattenepithelkarzinoms oder auch schon als ganz frühes Plattenepithelkarzinom aufgefasst werden.
Ursache
Aktinische Keratosen werden durch
UV-Licht verursacht und finden sich daher ausschließlich an den so genannten „Lichtterrassen“ des Körpers zumeist flächenhaft im Gesicht, an den Handrücken oder im Bereich der männlichen Glatze.
Hinweis
Zumeist lassen sich die flächenhaften Veränderungen vom Laien im Anfangsstadium nicht gut erkennen, allerdings sind sie als Rauhigkeiten („wie Schmirgelpapier“) leicht tastbar.
Therapie
Da aktinische Keratosen in rund zehn Prozent der Fälle in ein sich ausbreitendes Plattenepithelkarzinom übergehen, sollten sie grundsätzlich behandelt werden. Neben dem Herausschneiden (Exzision) und dem Herausschaben (Kürettage) gibt es eine Vielzahl weiterer anerkannter Therapieverfahren. Zu diesen gehören die Kältetherapie (Kryotherapie) mit flüssigem Stickstoff, die Lasertherapie und die so genannte photodynamischen Therapie (PDT). Darüber hinaus haben verschiedene pharmazeutische Wirkstoffe ihre Wirksamkeit in der lokalen Anwendung bewiesen (Diclofenac, Fluorouracil, Imiquimod, Retinoide).
Welche Behandlungsform im jeweiligen Fall am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und muss im gemeinsamen Gespräch zwischen Arzt und Patienten entschieden werden.
Beispiele für Aktinische Keratosen
Bild-Copyright: Klinik für Dermatologie u. dermatol. Allergologie,
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Vorbeugung
Die wichtigste Maßnahme, um aktinische Keratosen zu verhindern, besteht darin, sich durch entsprechende Kleidung und Sonnenschutzmittel vor zu starker UV-Strahlung zu schützen. Zudem sollte eine zusätzliche Exposition gegenüber künstlicher UV-Strahlung (z.B. Besuch von Sonnenstudios) vermieden werden.
(red)
Quellen:
C. Garbe (Hrsg.): Interdisziplinäre Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Hauttumoren, Thieme Verlag 2005
R. M. Szeimies, A. Hauschild, C. Garbe, R. Kaufmann, M. Landtaler (Hrsg.): Tumoren der Haut: Grundlagen - Diagnostik - Therapie, Thieme Verlag 2010
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006
Fachliche Beratung
Dr. Peter Mohr
Dermatologisches Zentrum
Elbeklinikum Buxtehude
Aktualisiert am: 30.03.11 - 12:47