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Eierstockkrebs, Ovarialkarzinom - Früherkennung, Vorsorge

Warnsignale
Ein Eierstocktumor (Ovarialkarzinom) kann lange unbemerkt bleiben, da er sich zunächst in die freie Bauchhöhle ausbreiten kann. Daher gibt es derzeit noch keine funktionierende „echte“ Früherkennung. Erst wenn er so groß ist, dass er Druck auf andere Organe ausübt, verschlechtert sich das Befinden der Patientin. Es gibt allerdings auch schon vorher bestimmte Warnzeichen , die unbedingt ernst zu nehmen sind und einen sofortigen Arztbesuch zur Folge haben sollten. Dies gilt ganz besonders, wenn die Symptome erst seit kurzer Zeit eingesetzt haben und heftiger als normale Zyklusbeschwerden sind und nicht nach kurzer Zeit wieder verschwinden:
  • Blutungen außerhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren
  • Magenschmerzen, Blähungen oder Verdauungsbeschwerden, für die keine Ursachen erkennbar sind
  • unerklärbare Gewichtsabnahme, vor allem dann, wenn der Bauchumfang dabei zunimmt.
Diese Symptome können auch harmlose Ursachen haben. Selbst wenn der Arzt eine Geschwulst findet, so muss diese nicht bösartig sein, auch wenn sie möglicherweise recht groß ist. Im übrigen gilt auch für Eierstockkrebs: Wenn er früh erkannt wird, ist er besser heilbar.

Es gibt für Eierstockkrebs keine gesetzlich vorgesehene Untersuchung zur Früherkennung. Da das Risiko einer Erkrankung aber mit den Lebensjahren steigt, sollten Frauen in fortgeschrittenem Alter von sich aus jedes Jahr eine Untersuchung der Eierstöcke vornehmen lassen.

Was tut Ihr Arzt?
Der Arzt kann die Eierstöcke mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung nach Unregelmäßigkeiten absuchen. Diese Methode ist schonend und führt oft zu einer Diagnose. Wenn der Arzt bei der Ultraschalluntersuchung eine Veränderung der Eierstöcke feststellt, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die Erkrankung bösartig ist. In einigen Fällen ist eine Kontrolle in zeitlichem Abstand möglich. Bei Bestehen bleiben der Veränderung ist eine operative Veränderung die einzige Möglichkeit der sicheren Abklärung. Diese kann, wenn kein dringender Krebsverdacht besteht, mittels Bauchspiegelung erfolgen.

(red)


 
Quellen:
Kommission Ovar d. AGO e.V. (Hrsg.): Interdisziplinäre S2k-Leitlinie für die Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumoren, W. Zuckschwerdt Verlag 2007
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2005

Fachliche Beratung
Prof. Beckmann,
Universität-Frauenklinik Erlangen


Aktualisiert am: 10.08.10 - 11:36

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