Wenn Brustkrebszellen durch die Lymphgefäße oder über das Blut in andere Organe wandern und sich dort vermehren, bilden sich Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen. Siedeln sich Krebszellen im Knochen ab, kommt es zu Schmerzen und Knochenbrüchigkeit. Die Beschwerden können die Beweglichkeit und damit die Lebensqualität der davon betroffenen Frauen einschränken. Dank moderner Therapien lassen sich Knochenmetastasen wirksam behandeln.
Brustkrebszellen können sich in fast allen Organen im Körper vermehren. Besonders häufig findet man sie im Skelett. Weil Knochen sehr gut durchblutet sind, gelangen einzelne Tumorzellen sehr leicht dorthin. Man kann sich Knochen wie einen Schwamm mit Hohlräumen vorstellen, in denen sich die Tumorzellen niederlassen. Das Mikromilieu, also beispielsweise das Angebot an Nährstoffen im Knochen, ist ein fruchtbarer Boden für das Wachstum menschlicher Krebszellen.
Wenn Knochenmetastasen auftreten, sind oft mehrere Bereiche des Skeletts betroffen. Am häufigsten werden die Wirbelkörper befallen, dann in absteigender Häufigkeit Oberschenkelknochen, Becken, Rippen, Brustbein, Schädel und Oberarmknochen.
Zu den häufigsten Symptomen von Knochenmetastasen gehören Schmerzen. Die Krebszellen verändern die Struktur des Knochens und beeinträchtigen seine Stabilität, so dass die Gefahr von Brüchen deutlich steigt. Breiten sich Metastasen im Bereich der Wirbelsäule aus, können sie auch das Rückenmark beschädigen und zu Lähmungen führen.
Je früher Knochenmetastasen entdeckt werden, desto besser ist es für die Frauen. Denn es gibt heute eine Reihe wirksamer Behandlungsmethoden, die nicht nur die Symptome lindern, sondern das Wachstum der Metastasen hemmen. Knochenmetastasen können bei starken Schmerzen oder Frakturgefahr bestrahlt, selten auch operiert werden. Besonders effektiv ist die Bisphosphonat-Therapie, die heute standardmäßig bei Knochenmetastasen eingesetzt wird.
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