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Kinderwunsch nach Brustkrebs
Besonders für junge Brustkrebspatientinnen kann es wichtig sein, nach Abschluss der Therapie noch Mutter werden zu können. Dem steht nach abgeschlossener Brustkrebstherapie aus onkologischer Sicht nichts im Wege. Jedoch können bestimmte Chemotherapien in hohen Dosierungen dauerhaft die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, auch lang-andauernde Antihormontherapien können v. a. bei Frauen kurz vor den Wechseljahren die Eierstockfunktion zum Erliegen bringen. Bestrahlungen machen nicht zwangsläufig unfruchtbar, wenn nicht die Eierstöcke direkt bestrahlt werden.
Einen optimalen Zeitpunkt für die Erfüllung des Kinderwunsches, d. h. eine notwendige längere „Wartezeit“ nach abgeschlossener Therapie gibt es nicht. Möchte eine Patientin die Brustkrebstherapie, z. B. die vorbeugende fünfjährige Antihormontherapie, wegen des Kinderwunsches nicht zu Ende führen, sollte jedoch vor Absetzen der Behandlung und evtl. Verhütung ein Beratungsgespräch mit den betreuenden Ärzten erfolgen.
Besteht ein Kinderwunsch, sollte dies von Vornherein in die Therapieplanung einbezogen werden, d. h. eine erste Beratung sollte bereits vor Beginn der Brustkrebstherapie erfolgen, um fertilitätserhaltende Maßnahmen schon vor Therapiebeginn einleiten zu können. Informationen erhalten Betroffene bei ihrem Frauenarzt, dem betreuenden zertifizierten Brustzentrum sowie beim
Netzwerk fertiPROTEKT.
(pp)
Quellen:
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.): Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, W. Zuckschwerdt Verlag 2008
AGO e.V. (Hrsg.): Empfehlungen Gynäkologische Onkologie der Kommission Mamma,
www.ago-online.de/index.php?lang=de&site=mamma_guide_topical&topic=mamma_guide , Stand Juli 2010
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006
Fachliche Beratung
Aktualisiert am: 25.03.11 - 11:55