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Brustkrebs Diagnoseverfahren - Ultraschall (Sonographie)

Sonographie bedeutet so viel wie „Zeichnen mit Schall“. Dabei wird die Gewebestruktur mithilfe von Ultraschallwellen abgebildet. Das Prinzip beruht darauf, dass Gewebe verschiedener Dichte in unterschiedlichem Ausmaß die Wellen "schlucken" oder reflektieren. Flüssigkeiten werden vom Ultraschall beispielsweise durchquert und erscheinen auf dem Computerbild schwarz. Knochen dagegen werfen die Schallwellen komplett zurück und werden weiß abgebildet. Andere Gewebe, die in ihrer Dichte dazwischen liegen, werden in verschiedenen Graustufen dargestellt.

Auf diese Weise können auf dem Ultraschallbild Gewebe unterschiedlicher Schalldichte voneinander abgegrenzt werden.

Ergänzend zur Tastuntersuchung und Mammographie kann Ultraschall wertvolle Zusatzinformationen liefern. Als alleinige Methode zur Brustkrebsdiagnose ist er jedoch nicht treffsicher genug. Sonographien als Früherkennungs-Untersuchung sind darum auch keine Kassenleistung.

Hilfreich ist Ultraschall, wenn es einen verdächtigen Tast- oder Mammographie-Befund gegeben hat und unklar ist, ob es sich dabei um Zysten oder um Knoten handelt. Oftmals wird dann mit Hilfe der Sonographie schon festgestellt, dass eine Zyste gutartig ist. Auf eine Biopsie kann also verzichtet werden.

Bei bindegewebsreicher Brust – also besonders bei jungen Frauen vor den Wechseljahren – ist Ultraschall besonders aussagekräftig, während die Auswertung von Mammographie-Aufnahmen in dieser Altersgruppe schwierig ist.

Eine spezielle Ultraschallmethode, die in Einzelfällen bei konkretem Verdacht auf Krebs zusätzlich eingesetzt wird, ist die Doppler-Sonographie. Damit kann die Durchblutung der verdächtigen Region in der Brust gemessen werden.

(pp)



Quellen:
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.): Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, W. Zuckschwerdt Verlag 2008
AGO e.V. (Hrsg.): Empfehlungen Gynäkologische Onkologie der Kommission Mamma, www.ago-online.de/index.php?lang=de&site=mamma_guide_topical&topic=mamma_guide, Stand Juli 2010
U.-S. Albert (Hrsg.): Stufe-3-Leitlinie, Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland, W. Zuckschwerdt Verlag 2008
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006


Fachliche Beratung
Prof. Beckmann, Universitätsfrauenklinik Erlangen PD Dr. Lux, Universitätsfrauenklinik Erlangen



Aktualisiert am: 25.03.11 - 11:48



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