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Bauchspeicheldrüsenkrebs – Symptome

Karzinome der Bauchspeicheldrüse verursachen in frühen Krankheitsstadien nur selten Beschwerden. Symptome treten meist erst dann auf, wenn der Tumor so groß geworden ist, dass er die Produktion der Verdauungsenzyme oder deren Abfluss in den Zwölffingerdarm behindert oder wenn er bereits auf andere Organe wie Magen, Zwölffingerdarm, Leber oder Bauchfell übergegriffen hat. Dann können uncharakteristische Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Appetitmangel, Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust oder Druckgefühl im Oberbauch die Folge sein. Als weitere Möglichkeit kann auch eine Gelbsucht auftreten, wenn der Tumor direkt auf den Gallengang drückt oder ihn verschließt. Der Gallengang führt in der Regel ein Stück weit durch den Pankreaskopf, bevor er, gemeinsam mit dem Pankreasgang, in den Zwölffingerdarm mündet. Ist dieser Weg verstopft und damit der Gallenabfluss behindert, kommt es zu der typischen Gelbverfärbung der Haut und des Augenweißes. Der Urin wird dunkel, der Stuhlgang hell.

Da sich die Bauchspeicheldrüse unmittelbar vor der Wirbelsäule befindet, können Erkrankungen des Organs auch zu Rückenschmerzen führen, die sich vor allem in Rückenlage verstärken können. Mangelnde oder fehlende Insulinproduktion ruft Zuckerkrankheit hervor.

(red)


Quellen:
G. Adler et al.: S3-Leitlinie „Exokrines Pankreaskarzinom“. Ergebnis einer evidenzbasierten Konsensuskonferenz, in: Der Gastroenterologe 2007, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart, Bd. 45, S. 487-523
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung
Prof. Hohenberger
Chirurgische Klinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg

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Aktualisiert am: 21.10.2014 23:35