Prostatakrebs: Metastasen auch nach Jahren noch möglich

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Auch viele Jahre nach einer Erkrankung an Prostatakrebs können Metastasen in anderen Organen auftreten

Bei etwa einem Fünftel aller Patienten mit Prostatakrebs, die zum Zeitpunkt der Diagnose noch keine Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen aufweisen, breitet sich der Tumor innerhalb von sieben Jahren aus. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die Forscher stützten sich auf die Daten von fast 33.000 Männern mit bei der Diagnose noch nicht metastasiertem Prostatakrebs. Zwei Fünftel hatten eine lokal begrenzte Krankheit, bei fünf Prozent hatte sich der Tumor in die Umgebung ausgebreitet, bei der Hälfte war das Tumorstadium unbekannt. Innerhalb des Erfassungszeitraums von knapp sieben Jahren hatte einer von fünf Patienten Metastasen in anderen Organen entwickelt. Häufiger betroffen waren Patienten mit regional begrenzter Erkrankung und solche mit unbekanntem Tumorstadium. Aber auch ältere Patienten jenseits des 74. Lebensjahres hatten ein höheres Risiko.

Auch nach vielen Jahren noch können Metastasen bei Prostatakrebs auftreten, so ein Fazit der Studienautoren. Dies müsse bei der Nachsorge von Prostatakrebspatienten entsprechend berücksichtigt werden.

 

Quelle:

Luo, Q. et al.: A population-based study of progression to metastatic prostate cancer in Australia. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Mai 2015, http://dx.doi.org/10.1016/j.canep.2015.04.013

 

(kvk)

 

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Aktualisiert am: 29.08.2016 20:17