Darmkrebs: Bei Jüngeren immer häufiger

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Darmkrebs, eigentlich eine Erkrankung des höheren Lebensalters, tritt bei jüngeren Menschen immer häufiger auf

Eigentlich ist Darmkrebs eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Doch offenbar befällt die Krankheit immer häufiger auch jüngere Menschen, wie Wissenschaftler im Amerikanischen Ärzteblatt JAMA Surgery berichteten.

Die Forscher untersuchten die Häufigkeit von Dick- und Enddarmkrebs (Kolorektalkarzinom) in den Jahren 1975 bis 2010 in 15-jährigen Intervallen. Sie berücksichtigten Fälle ab dem 20. Lebensjahr. In der Gesamtheit ging die Zahl der Erkrankungsfälle um 0,92 Prozent zurück. Bei älteren Patienten jenseits der 50 Jahre war ein stetiger Rückgang zu verzeichnen. Jedoch war die Entwicklung bei den Jüngeren umgekehrt: Bei den 20- bis 34-Jährigen und auch bei den 35- bis 49-Jährigen trat Darmkrebs immer häufiger auf. Die Forscher errechneten eine Zunahme von Dick- bzw. Enddarmkrebs bis zum Jahr 2030 bei 20- bis 34-jährigen Personen um 90 bzw. 124 Prozent, bei 35- bis 49-jährigen Personen um 28 bzw. 46 Prozent.

Während bei älteren Menschen Erkrankungen an Darmkrebs zurückgingen, nehme die Häufigkeit an Erkrankungen unter jüngeren Menschen zu, so die Zusammenfassung der Studienautoren. Künftige Studien müssten die Ursachen für diesen Trend erforschen und geeignete präventive Maßnahmen und Früherkennungsstrategien entwickeln.

 

Quelle:

Bailey, C. E. et al.: Increasing Disparities in the Age-Related Incidences of Colon and Rectal Cancers in the United States, 1975-2010. JAMA Surgery 2015, 150(1):17-22

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 30.08.2016 17:47