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09.02.2012 - Im Fokus: Seltene Tumoren im Kopf-Halsbereich

Die Häufigkeit adenoidzystischer Tumoren im Kopf-Halsbereich ist offenbar zurückgegangen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Prognose bei dieser Erkrankung.
Ein seltener bösartiger Tumor im Kopf-Halsbereich ist das adenoidzystische Karzinom. Es betrifft vor allem die kleinen Speicheldrüsen, den Gaumen und die Nasennebenhöhlen. Wie US-amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer berichteten, ist seine Häufigkeit in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen.

Die Forscher untersuchten die Zahl der neu aufgetretenen Fälle von adenoidzystischem Karzinom in den Jahren 1973 bis 2007. Das mittlere Erkrankungsalter zum Zeitpunkt der Diagnose lag bei rund 57 Jahren. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern nahm die Häufigkeit des Tumors innerhalb des Untersuchungszeitraums ab. Die Fünf-, Zehn- und 15-Jahresüberlebensraten lagen bei rund 90 Prozent, 80 Prozent und 70 Prozent. Frauen und Patienten, bei denen die Krankheit bei der Diagnose noch auf den Ursprungsort begrenzt war, hatten zu allen Zeitpunkten bessere Überlebenschancen.

Eine günstigere Prognose hatten Frauen im Vergleich zu Männern, Verheiratete im Vergleich zu Unverheirateten sowie Personen, bei denen der Tumor operativ entfernt werden konnte. Auch der Ursprungsort des Tumors hatte Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Die Ursachen für die beobachteten Unterschiede müssen Gegenstand weiterer Forschungsarbeiten sein, so die Studienautoren.

Adenoidzystische Karzinome im Kopf-Halsbereich machen sich meist durch eine schmerzlose Schwellung bemerkbar. Erst im weiteren Verlauf entstehen Druckschmerzen, mitunter kommt es auch zu einer einseitigen Gesichtslähmung (Fazialisparese). In den meisten Fällen wachsen die Tumoren langsam und bilden erst nach langer Zeit Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen wie der Lunge oder den Knochen.


Quelle:
Ellington, C. L. et al.: Adenoid cystic carcinoma of the head and neck. Incidence and survival trends based on 1973-2007 Surveillance, Epidemiology, and End Results data. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 31. Januar 2012, DOI: 10.1002/cncr.27408

Ausführliche Informationen zu Kopf-Halstumoren finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

(ks)


 



 

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