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25.05.2012 - Neuer Antikörper bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs

Eine Einschätzung durch Experten sieht beträchtlichen Zusatznutzen: Verlängerung der Überlebenszeiten, aber auch erhebliche Nebenwirkungen infolge der Therapie
Für die Behandlung von schwarzem Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium steht seit Mitte des vergangenen Jahres eine neue zielgerichtete Therapie zur Verfügung: Patienten, bei denen sich das maligne Melanom bereits in andere Organe ausgebreitet hat, sodass eine Operation nicht mehr möglich ist, und die zuvor mit den bislang üblichen Therapien vergeblich behandelt worden sind, können den Antikörper Ipilimumab erhalten. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) überprüfte jetzt, welchen Zusatznutzen die Behandlung mit dem Antikörper bringt – mit positivem Ergebnis.

Verglichen wurde die Antikörpertherapie mit der ansonsten in solchen Fällen üblichen Behandlung auftretender Symptome („best supportive care“). Eine klinische Studie hatte diesen Vergleich angestellt. Die Therapie mit Ipilimumab, die zusätzlich zur best supportive care durchgeführt worden war, brachte eine Verlängerung der Überlebenszeiten. So war von den Patienten, die lediglich best supportive care erhalten hatten, die Hälfte bereits nach 6,5 Monaten verstorben – in der Ipilimumab-Gruppe war dies erst nach zehn Monaten der Fall. Hieraus leitet das IQWiG einen „erheblichen Zusatznutzen“ für Ipilimumab in Kombination mit best supportive care ab.

Nebenwirkungen bzw. schwere Nebenwirkungen infolge der Therapie traten unter der Behandlung mit Ipilimumab insgesamt nicht häufiger auf. Allerdings deutete sich an, dass das Medikament das Immunsystem der Patienten schädigen kann. Das IQWiG stufte deshalb den Zusatznutzen einer Therapie mit Ipilimumab in Kombination mit best supportive care in seiner Beurteilung auf „beträchtlich“ herab. Eine endgültige Bewertung der Therapie sei ohnehin nicht möglich, da die Aussagekraft der einzigen, bislang zur Verfügung stehenden Studie zu wünschen übrig ließe.


Quelle:
Pressemitteilung des IQWiG vom 2. Mai 2012

Ausführliche Informationen zum malignen Melanom finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.


(kvk)


 



 

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