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02.11.2012 - Die Wurst macht's
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| Frisches Fleisch war in einer Studie nicht mit einem erhöhten Risiko für Plattenepithelkarzinome im Kopf-Halsbereich verbunden, Wurst hingegen schon – allerdings auch nur bei Rauchern. |
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Steak, Kotelett oder Rinderbraten – Liebhaber des Fleischgenusses können ein wenig aufatmen: Der in früheren Studien oft ermittelte Zusammenhang zwischen rotem Fleisch und verschiedenen Krebserkrankungen scheint offenbar weniger direkt zu sein als bislang angenommen wurde. So war in einer neuen großen Untersuchung der häufige Konsum von frischem Schweine-, Rind- oder Lammfleisch nicht mit einem erhöhten Krebsrisiko im Kopf-Halsbereich verbunden – der Verzehr von Wurstwaren, als verarbeitetem Fleisch hingegen schon. Doch offenbar sind es vor allem die Raucher, die sich sorgen müssen. Die Ergebnisse der Studie erschienen in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.
In der großen Ernährungsstudie wurden 348.738 Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern über einen Zeitraum von durchschnittlich fast zwölf Jahren beobachtet. Erfasst wurde die Anzahl von Krebserkrankungen im Kopf-Halsbereich, die in diesem Zeitraum auftraten. Sie wurde zur Ernährungsweise der Teilnehmer in Beziehung gesetzt. Bei den untersuchten Krebserkrankungen handelte es sich um Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes und der Speiseröhre. Keine dieser genannten Krebsarten trat bei häufigem Verzehr von rotem Frischfleisch, Geflügel oder Fisch gehäuft auf. Dagegen hatten Raucher ein erhöhtes Risiko für ein Plattenepithelkarzinom im Kopf-Halsbereich, wenn sie häufig Wurst verzehrten. Ob sie viel oder wenig rauchten, spielte dabei keine Rolle.
Weshalb zu Wurst verarbeitetes Fleisch das Risiko für Plattenepithelkarzinome im Kopf-Halsbereich erhöht, frisches Fleisch hingegen nicht, bleibt derzeit unbekannt. Klar scheint den Studienautoren nur eines: Raucher steigern ihr ohnehin erhöhtes Krebsrisiko noch, wenn sie häufig und viel Wurst essen.
Quelle: Steffen, A. et al.: Meat and heme iron intake and risk of squamous cell carcinoma of the upper aero-digestive tract in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC). Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Oktober 2012, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-12-0835
Ausführliche Informationen zum Zusammenhang von Ernährung und Krebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(kvk)
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