Nachricht
23.10.2012 - Wenn der Körper Substanz verliert
|
| Eine Stammzelltransplantation bei Leukämie im Kindesalter kostet die Betroffenen nachhaltig Körpersubstanz: Eine Untersuchung zeigt einen deutlichen Rückgang der Muskelmasse in der Folge. |
 |
|
 |
Eine Stammzelltransplantation bei einer Leukämie ist kein Spaziergang. Nicht nur, dass schwere Komplikationen wie Infektionen und Blutbildungsstörungen auftreten können – die Behandlung geht offenbar auch gehörig an die Substanz. Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology berichteten, ist bei Kindern, die wegen einer Leukämie mit einer Stammzelltransplantation behandelt werden, eine anhaltende Senkung des Body Mass Index (BMI) zu verzeichnen. Diese geht jedoch nicht auf einen Verlust an Körperfett zurück, sondern ist einem Rückgang der Muskelmasse geschuldet.
Die Forscher beobachteten über mehr als sechs Jahre den Gesundheitsverlauf bei Kindern und Jugendlichen, die aufgrund einer Leukämie eine Stammzelltransplantation erhalten hatten. Sie stellten einen deutlichen Rückgang des BMI fest. Patienten, bei denen es im Verlaufe der Behandlung zu einer Abstoßungsreaktion gekommen war, waren davon ebenso stärker betroffen wie Patienten, die bei der Transplantation noch jünger waren.
Zurück ging nicht der Anteil des Fettgewebes, sondern der Anteil der Muskelmasse. Offenbar sei es notwendig, nach einer Stammzelltransplantation den BMI regelmäßig zu überprüfen, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten zu können, so die Empfehlung der Studienautoren.
Quelle: Inaba, H. et al.: Longitudinal Changes in Body Mass and Composition in Survivors of Childhood Hematologic Malignancies After Allogeneic Hematopoietic Stem-Cell Transplantation. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 1. Oktober 2012, doi: 10.1200/JCO.2011.40.0457
Ausführliche Informationen zu Leukämien finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(kvk)
|
 |
| zurück |
 |
|
|