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09.10.2012 - Chronische myeloische Leukämie: Zweite Generation gute Alternative
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| Sprechen Patienten nicht auf eine Behandlung mit Imatinib an, können Tyrosinkinasehemmer der zweiten Generation eine gute Alternative sein |
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Die chronische myeloische Leukämie ist eine Krebserkrankung der blutbildenden Zellen des Knochenmarks, die nur durch eine Stammzelltransplantation geheilt werden kann. Mithilfe von Chemotherapie können zwar die Symptome der Erkrankung gelindert werden, völlig beseitigen lässt sie sich dadurch jedoch nicht. Patienten, die sich in der chronischen Phase der CML befinden, können seit einigen Jahren mit dem Tyrosinkinasehemmer Imatinib behandelt werden – dank seiner Einführung haben sich das Ansprechen auf eine Therapie und die Überlebenszeiten der Patienten deutlich verbessert. In der jüngeren Vergangenheit nun wurde eine zweite Generation von Tyrosinkinasehemmern entwickelt, zu denen Nilotinib, Dasatinib und Bosutinib gehören. Diese Wirkstoffe sind noch effektiver als Imatinib, wie eine zusammenfassende Untersuchung in der Fachzeitschrift Journal of Blood Medicine jetzt zeigt.
Die Forscher werteten mehrere Studien aus, die die verschiedenen Tyrosinkinasehemmer in ihrer Wirksamkeit getestet hatten. Verglichen mit Imatinib konnten durch Nilotinib, Dasatinib und Bosutinib innerhalb von zwei Jahren nach der Diagnose bessere Ansprechraten erreicht werden – die krankhaften Zellen ließen sich häufiger zumindest vorübergehend vollständig zurückdrängen. Jedes der Medikamente wies ein eigenes Profil bezüglich Nebenwirkungen auf, für Bosutinib ließ sich im Vergleich zu Imatinib kein Unterschied in der Lebensqualität feststellen.
Nach Ansicht der Studienautoren habe die bisherige Datenlage erbracht, dass die Tyrosinkinasehemmer der zweiten Generation dem Tyrosinkinasehemmer Imatinib zumindest in den ersten beiden Jahren nach der Diagnose hinsichtlich der Wirksamkeit überlegen seien. Dies mache diese Wirkstoffe zu einer guten Alternative bei Patienten, die nicht oder nicht mehr auf die Behandlung mit Imatinib ansprechen. Weitere Studien zur langfristigen Wirksamkeit müssten folgen.
Quelle: Ferdinand, R. et al.: Treatments for chronic myeloid leukemia: a qualitative systematic review. Journal of Blood Medicine 2012, 3: 51-76
Ausführliche Informationen zu Leukämien finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(kvk)
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