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11.09.2012 - Krebsrisiko durch Strahlung

Erhöhte Strahlung im Kindesalter erhöht das Risiko für späteren Schilddrüsenkrebs
Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 fordern noch immer ihren Tribut: Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer berichteten, erkrankten die Überlebenden, die als Kind oder Jugendliche der ionisierenden Strahlung ausgesetzt waren, als Erwachsener häufiger an Schilddrüsenkrebs als die Allgemeinbevölkerung.

Die Forscher untersuchten anhand einer Datenbank, wie oft Schilddrüsenkrebs bei Personen auftrat, die als Kind oder Jugendliche der erhöhten Strahlung ausgesetzt waren, die von den beiden Atombomben ausging.  Vor allem, wenn sie in jüngeren Jahren davon getroffen worden waren, zeigten sich Auswirkungen. So steigerte etwa die Strahlenexposition im Alter von zehn Jahren das Risiko, um das 60. Lebensjahr herum an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, um 28 Prozent, wobei auch die Höhe der erlittenen Dosis eine Rolle spielte. Eine Strahlenexposition nach dem 20. Lebensjahr hingegen hatte kaum noch Einfluss. Die Forscher errechneten, dass ca. 36 Prozent, also etwas mehr als ein Drittel aller Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Personen, die vor dem 20. Lebensjahr mit der erhöhten Strahlung in Berührung gekommen waren, auf das Konto dieser Strahlen gingen.

Auch wenn das Risiko für Schilddrüsenkrebs mit zunehmendem zeitlichem Abstand von der im Kindesalter erlittenen Bestrahlung sinke, bleibe es doch mehr als 50 Jahre lang erhöht, so der abschließende Kommentar der Studienautoren.
 

Quelle:
Furukawa, K. et al.: Long-term trend of thyroid cancer risk among Japanese atomic-bomb survivors: 60 years after exposure. International Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 16. August 2012, DOI: 10.1002/ijc.27749

(kvk)
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