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15.08.2012 - Operation kann auch im sehr hohen Lebensalter die Überlebenschancen bei Darmkrebs verbessern
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| Voraussetzung: Der Eingriff sollte keine Notfallmaßnahme sein |
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Eine Darmkrebsoperation ist ein belastender Eingriff, bei dem es – insbesondere im höheren Lebensalter – zu Komplikationen kommen kann. Dennoch, so zeigen es die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer, verbessern sich infolge einer Operation auch bei hochbetagten Darmkrebspatienten die Überlebensaussichten. Allerdings kommt es offenbar darauf an, dass die Operation im Voraus gut geplant wird und nicht notfallmäßig etwa infolge eines Darmverschlusses erfolgen muss.
Die Forscher werteten die Daten von mehr als 31.500 Darmkrebspatienten aus, die 80 Jahre oder älter waren. 80 Prozent von ihnen wurden operiert, mehr als die Hälfte davon allerdings in einer Notfallsituation. Diese Patienten hatten bezogen auf das Einjahresüberleben schlechtere Überlebenschancen als Patienten, bei denen der chirurgische Eingriff zuvor geplant und vorbereitet worden war.
In ihrem Fazit kommen die Studienautoren zu einem einfachen Schluss: Vermutlich ließen sich mehr Darmkrebspatienten im hohen Lebensalter einer sorgfältig geplanten Operation zuführen, wenn ihr Tumor in einem frühen Stadium entdeckt würde, in dem noch keine ernsthaften Komplikationen auftreten. Ein hohes Lebensalter solle deshalb nicht zwingend zum Ausschluss vom Screening zur Früherkennung von Darmkrebs führen.
Quelle: Neuman, H. B. et al.: Surgical treatment of colon cancer in patients aged 80 years and older. Analysis of 31,574 patients in the SEER-Medicare database. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 14. August 2012, DOI: 10.1002/cncr.27765
Ausführliche Informationen zu Darmkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(kvk)
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