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14.08.2012 - Lungenkrebs: Auf Genveränderungen achten
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| Bestimmte Genveränderungen lassen Aussagen über die Prognose bei fortgeschrittenem Lungenkrebs zu |
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Immer mehr setzt sich in der Krebsforschung die Erkenntnis durch, dass das Verständnis der komplexen molekularen Vorgänge in den Krebszellen die Grundlage dafür bildet, neue wirkungsvollere Therapieansätze zu entwickeln. Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen Genveränderungen, sogenannte Mutationen: Bei Adenokarzinomen der Lunge beispielsweise sind es Veränderungen im Gen für den epidermalen Wachstumsfaktor EGFR und im KRAS-Gen. Während EGFR-Mutationen mit einem besseren Überleben verbunden sind und gut auf eine Therapie mit den Tyrosinkinasehemmer Erlotinib und Gefitinib ansprechen, ist die Prognose bei KRAS-Mutation offenbar eher ungünstig. Das zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie in der Fachzeitschrift Cancer.
Die Forscher analysierten die Daten von Patienten im Alter von 25 bis 92 Jahren mit einem fortgeschrittenen Adenokarzinom der Lunge, bei denen EGFR- und KRAS-Genveränderungen untersucht worden waren. Ein Drittel der Patienten hatte niemals geraucht, war aber dennoch an Lungenkrebs erkrankt. Während EGFR-Mutationen mit einem verbesserten Überleben verbunden waren, bestanden bei KRAS-Mutationen schlechtere Überlebenschancen.
Angesichts ihrer Ergebnisse plädieren die Studienautoren dafür, Lungenkrebspatienten mit EGFR-Veränderungen und solche mit KRAS-Veränderungen als unterschiedliche Patientengruppen zu begreifen. Bei fortgeschrittener Erkrankung sollten, so die Empfehlung, künftig immer auch der EGFR- und der KRAS-Genstatus überprüft werden.
Quelle: Johnson, M. L. et al.: Association of KRAS and EGFR mutations with survival in patients with advanced lung adenocarcinomas. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 18. Juli 2012, DOI: 10.1002/cncr.27730
Ausführliche Informationen zu Lungenkrebs hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(kvk)
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