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03.08.2012 - Prostatakrebs im Frühstadium: Operieren versus beobachten
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| In einer Studie bringt die sofortige Operation bei Prostatakrebs im Frühstadium gegenüber einer abwartenden beobachtenden Strategie keinen Überlebensvorteil |
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Prostatakrebs kann heute bereits in einem sehr frühen Stadium erkannt werden, lange, bevor er Beschwerden verursacht. Die Messung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut macht es möglich. Doch wenn ein solch früher Prostatatumor durch den PSA-Test erkannt wird, ist nicht zwangsläufig eine Therapie vonnöten. Bei noch auf die Prostata begrenzten Tumoren hat sich in vielen Fällen eine abwartende, beobachtende Strategie bewährt: Therapeutisch eingegriffen wird erst, wenn sich starke Veränderungen im PSA-Wert zeigen. In einer neuen Studie in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine bestätigen Wissenschaftler die Berechtigung dieser Vorgehensweise im Vergleich zu einer sofortigen Operation.
Die Forscher verglichen den Krankheitsverlauf bei einer größeren Zahl von Patienten mit Prostatakrebs im frühen Stadium, die entweder sofort operiert oder zunächst nur beobachtet wurden. Für die früh operierten Patienten ergab sich innerhalb der durchschnittlich zehn Studienjahre kein signifikanter Überlebensvorteil. Lediglich Patienten mit einem hohen PSA-Wert oder einem Tumor mit mittlerem bis hohem Risiko für einen schlechten Krankheitsverlauf profitierten.
Nach Ansicht der Studienautoren finde sich in der Studie somit kein Beleg dafür, dass durch eine sofortige Operation im Vergleich zu einer zunächst abwartenden beobachtenden Strategie die Sterblichkeit an der Erkrankung gesenkt werden könne.
Quelle: Wilt, T. J. et al.: Radical Prostatectomy versus Observation for Localized Prostate Cancer. New England Journal of Medicine 2012, 367:203-213
Ausführliche Informationen zu Prostatakrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(kvk) |
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