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27.07.2012 - Die Spuren des Krebses
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| Eine Krebserkrankung im Kindesalter kann Narben hinterlassen |
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Kinder und Jugendliche, die an Krebs erkranken, müssen zahlreiche aggressive Therapien über sich ergehen lassen, um zu überleben. Doch die Behandlungen sind nicht nur anstrengend, sondern oft auch folgenreich. Wie Wissenschaftler im Journal of Clinical Oncology berichteten, behalten die Betroffenen nicht selten Narben in verschiedenen Körperbereichen zurück und leiden unter irreversiblem Haarverlust. Dies kann ihre Lebensqualität unter Umständen dauerhaft beeinträchtigen.
Die Forscher analysierten die Daten von mehr als 14.000 Personen, die im Kindes- oder Jugendalter an Krebs erkrankt waren, und verglichen sie mit den Daten von rund 4.000 Geschwisterkindern. Jeder vierte ehemalige Krebspatient hatte Narben oder Entstellungen im Kopf-Halsbereich, bei fast 40 Prozent fanden sich Narben an Brust oder Bauch und bei 18 Prozent an den Armen oder Beinen. Die Geschwister wiesen entsprechende Narben oder Entstellungen deutlich seltener auf. Anhaltender Haarverlust trat bei 14 Prozent der ehemaligen Krebspatienten auf. Eine Bestrahlung im Schädelbereich von mindestens 36 Gy steigerte das Risiko für anhaltenden Haarverlust um das Vierfache.
Vor allem die für Jeden sichtbaren Narben am Kopf und Hals sowie den Armen und Beinen hinterließen ihre Spuren hinsichtlich des emotionalen Befindens und der Lebensqualität. Als sehr beeinträchtigend erlebten die Betroffenen auch den anhaltenden Haarverlust. Diese Problematik verdeutliche nach Ansicht der Studienautoren die Notwendigkeit, die Behandlung junger Krebspatienten zu optimieren. So müsse einerseits das Überleben gesichert, andererseits aber auch eine gute Lebensqualität für die Zukunft erhalten werden.
Quelle: Kinahan, K. E. et al.: Scarring, Disfigurement, and Quality of Life in Long-Term Survivors of Childhood Cancer: A Report From the Childhood Cancer Survivor Study. Journal of Clinical Oncology 2012, 30: 2466-2474
(kvk)
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