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12.07.2012 - Wenn scheinbar nichts mehr hilft
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| Für GIST, die nicht mehr auf eine zielgerichtete Therapie mit den derzeit zugelassenen Tyrosinkinasehemmern ansprechen, steht künftig womöglich ein weiterer Wirkstoff zur Verfügung, der die Krankheit aufhalten kann |
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Patienten mit fortgeschrittenem gastrointestinalem Stromatumor (GIST), der bereits in andere Organe gestreut hat und nicht mehr operabel ist, können mit zielgerichteter Therapie behandelt werden. Die dabei eingesetzten Wirkstoffe, die sogenannten Tyrosinkinasehemmer Imatinib und Sunitinib, greifen gezielt in Stoffwechselvorgänge des Tumors ein, sodass dessen Wachstum gebremst wird. Nicht immer jedoch sprechen die Tumoren auf die Behandlung an. Mitunter werden sie nach einer gewissen Zeit sogar unempfindlich (resistent) gegenüber der Therapie. In diesem Fall könnte mit Regorafenib womöglich bald ein neuer Wirkstoff zur Verfügung stehen. Dies berichteten Wissenschaftler anlässlich der Jahrestagung der Amerikanischen Krebsgesellschaft ASCO in Chicago.
Regorafenib hemmt bestimmte Enzyme, sogenannte Tyrosinkinasen, die in Stoffwechselvorgänge der Krebszellen eingebunden sind. In der Studie wurde der Wirkstoff bei Patienten mit metastasiertem und/oder nicht-operablem GIST eingesetzt, deren Tumor trotz Imatinib- und Sunitinibtherapie fortgeschritten war. Ein Teil der Patienten erhielt Regorafenib und unterstützende Therapien zur Behandlung von Beschwerden, der andere Teil wurde mit einem Scheinmedikament (Placebo) und unterstützenden Therapien behandelt. Durch die Therapie mit Regorafenib ließ sich ein Krankheitsaufschub von einigen Monaten erreichen: Die Zeit bis zum weiteren Voranschreiten der Krankheit war gegenüber der Therapie mit Placebo verlängert, auch zeigte sich ein Trend zu einer Verlängerung des Gesamtüberlebens. Häufigste Nebenwirkungen der Therapie mit Regorafenib waren das Hand-Fuß-Syndrom (schmerzhafte Rötungen und Schwellungen an Händen und Füßen), Bluthochdruck und Durchfall.
Nach Ansicht der Studienautoren könnte der Tyrosinkinasehemmer Regorafenib womöglich die neue Standardtherapie für Patienten mit fortgeschrittenem GIST werden, deren Tumor bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen gebildet hat und nicht mehr operabel ist.
Quelle: Ärztezeitung vom 6. Juli 2012
Ausführliche Informationen zu GIST finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(kvk)
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