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24.09.2008 - Beste Diagnostik kostenlos erhalten

Kosten für PET-Untersuchungen werden bei bestimmten Krebsarten künftig teilweise von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen
Die Kosten für ein modernes Untersuchungsverfahren, die so genannte Positronen-Emissions-Tomographie (PET), werden bei bestimmten Krebsarten künftig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Darauf einigten sich in der vergangenen Woche Mediziner und Krankenkassenvertreter in Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Demnach können sich Patienten mit Lungen-, Brust-, Lymphdrüsen- und Darmkrebs in Zukunft im Diagnostisch-Therapeutischen Zentrum (DTZ) in Berlin und voraussichtlich weiteren qualifizierten ambulanten PET/CT-Einrichtungen auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse mit einer PET untersuchen lassen. Bislang ist dies in vollem Umfang nur für Patienten mit Lungenkrebs möglich.

Mit der Entscheidung verbindet sich die Hoffnung, die Versorgungssituation für Krebspatienten entscheidend zu verbessern. Noch allerdings sind nicht alle gesetzlichen Krankenkassen an der Kostenübernahme beteiligt, sondern nur die mit dem Zentrum kooperierenden Kassen. Der gefundene Kompromiss diene, so Prof. Dr. Wolfgang Mohnike vom DTZ Berlin, als Überbrückungslösung bis zu einer Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses. Krebspatienten könnten so lange nicht warten, sie bräuchten schnell eine zuverlässige Diagnostik, mit deren Hilfe die Therapie optimiert werden könne. Die PET/CT-Untersuchung sei bei einigen Krebsarten die derzeit sicherste Diagnosemethode.

Die PET ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin. Den Patienten wird dabei ein Zucker verabreicht, der mit einer radioaktiv markierten Substanz beladen ist. Im Körper wird der Zucker abgebaut, wobei er durch die radioaktive Substanz eine Spur hinterlässt. Diese kann mit besonderer Aufnahmetechnik sichtbar gemacht werden. Da bösartige Tumoren eine andere Stoffwechselaktivität aufweisen als gesunde Gewebe, heben sie sich im PET-Bild ab.


Quelle:
Journal Onkologie vom 19. September 2008

Weiterführende Informationen zu verschiedenen Krebsarten finden Sie hier im Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft
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