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04.06.2012 - Brustkrebs: Risikofaktoren bei 40-Jährigen

Eine Studie legte Risikofaktoren für Brustkrebs bei 40- bis 49-jährigen Frauen offen
Auch wenn sich Krebs oft nicht verhindern lässt - mehr über die Risiken für Krebserkrankungen zu erfahren, schafft die Voraussetzung dafür, aktiv vorzubeugen. Wissenschaftler widmen deshalb einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Zeit der Erforschung der Risikofaktoren. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine beschäftigte sich damit, welche Faktoren bei Frauen zwischen 40 und 49 Lebensjahren zu einem erhöhten Risiko für Brustkrebs beitragen.

Die Forscher stützten sich bei ihrer Analyse auf die Daten von insgesamt 66 Studien, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt hatten. Als besonders gewichtige Risikofaktoren kristallisierten sich die Dichte des Brustgewebes und die familiäre Krankengeschichte heraus: Extrem dichtes Brustgewebe und eine Brustkrebserkrankung einer Verwandten ersten Grades erhöhten das Risiko für 40- bis 49-jährige Frauen, selbst daran zu erkranken. Waren zwei Verwandte ersten Grades (z.B. Mutter und Schwester) an Brustkrebs erkrankt, stieg das eigene Risiko schon um fast das Vierfache. Auch das Alter, indem die Verwandten erkrankten, spielte eine Rolle: Waren sie bei der Diagnose jünger als 40 Jahre, nahm das eigene Risiko um das Dreifache zu, waren sie unter 50 Jahren, um das Zweifache.

Daneben zeigten sich weitere Risikofaktoren: Eine frühere Biopsie (Entnahme von Brustgewebe) aufgrund eines verdächtigen Befundes, eine Brustkrebserkrankung einer Verwandten zweiten Grades und eine mittelmäßig erhöhte Brustgewebsdichte gingen mit einem 1,5- bis 2-fach erhöhten Brustkrebsrisiko einher. Die langjährige Einnahme der Pille schließlich sowie Kinderlosigkeit und ein höheres Alter jenseits des 30. Lebensjahres bei der Geburt des ersten Kindes waren mit einem 1- bis 1,5-fach erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden.

In ihrer abschließenden Beurteilung der Ergebnisse legten die Studienautoren den Schwerpunkt auf die Brustgewebsdichte und die familiäre Krankengeschichte bezüglich Brustkrebs. Wüssten die Betroffenen um ihr erhöhtes Risiko, so die Annahme, hätten sie die Chance, individuelle Maßnahmen zur Früherkennung von Brustkrebs zu ergreifen.


Quelle:
Nelsen, H. D. et al.: Risk Factors for Breast Cancer for Women Aged 40 to 49 Years. A Systematic Review and Meta-analysis. Annals of Internal Medicine 2012, 156(9):635-648


Ausführliche Informationen zu Brustkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

(kvk)
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