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02.03.2012 - Beliebt, aber nicht ungefährlich
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| Komplementäre Therapien sind bei Krebspatienten beliebt. Unterschätzt wird dabei oft, welche Wechselwirkungen sie mit den Krebstherapien eingehen können. |
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Dem Krebs nicht hilflos ausgeliefert sein und etwas über die schulmedizinisch verordnete Therapie hinaus für den Körper tun zu können – das wünschen sich viele Patienten. Neben körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung wirken sogenannte komplementäre Therapien unterstützend: Sie können den Tumor zusätzlich bekämpfen und vor allem Nebenwirkungen der Krebstherapie lindern. In einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Cancer nutzte etwa jeder sechste Patient mindestens eine Art von Komplementärmedizin – leider auch solche, die die Wirkung einer Chemotherapie herabsetzen können.
Zu den Bestandteilen der Komplementärmedizin gehören Heilkräuter, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungsmittel. Vitamine werden nur hinzugezählt, wenn sie in besonders hohen Dosen eingenommen werden. In der aktuellen Studie untersuchten die Forscher, wie oft Krebspatienten, die 65 Jahre und älter waren und mit einer Chemotherapie begannen, zusätzlich komplementäre Therapien nutzten. 17 Prozent der Befragten wendeten mindestens eine komplementäre Medizin an, im Durchschnitt waren es zwei Präparate, das Maximum lag bei zehn.
Vor allem in den noch frühen Krankheitsstadien I und II griffen die Patienten zu Alternativpräparaten. Dies kann besonders fatal sein, weil die Chemotherapie in diesen Stadien oft als unterstützende (adjuvante) Therapie mit Heilungsabsicht eingesetzt wird. Bestimmte Präparate wie Knoblauchpillen oder Ginkgo-Zubereitungen können jedoch aufgrund von Wechselwirkungen die Wirksamkeit einer Chemotherapie herabsetzen, wie sich in zahlreichen früheren Untersuchungen herausgestellt hat. Die Anwendung komplementärer Präparate sollte deshalb grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, um den Therapieerfolg nicht zu gefährden und kein Risiko für eine Verstärkung von Nebenwirkungen einzugehen.
Quelle: Maggiore, R. J. et al.: Use of complementary medications among older adults with cancer. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 22. Februar 2012, DOI: 10.1002/cncr.27427
Ausführliche Informationen zu Supportivtherapien, die eine Krebstherapie unterstützen und Nebenwirkungen lindern können, finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(ks)
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Thema im Juni: Wenn Krebstherapien das Aussehen verändern.
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