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07.10.2011 - Vitamine: Nicht wahllos einnehmen

Einige antioxidativ wirkende Vitamine können eine Brustkrebstherapie offenbar unterstützen, andere wirken sich eher ungünstig aus
Während einer Chemotherapie oder Bestrahlung bei Brustkrebs empfiehlt es sich womöglich, auf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Karotenoide enthalten, zu verzichten. Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer berichteten, steige dadurch die Sterblichkeit an der Erkrankung an. Vitamin C und E hingegen unterstützen möglicherweise die Wirksamkeit der Brustkrebstherapie.

Die Forscher befragten Brustkrebspatientinnen, die im Frühstadium erkrankt waren. Acht von zehn Frauen nahmen nach eigenen Angaben während der Krebstherapie Vitaminpräparate ein. Bei denjenigen, die Vitamin C und E zuführten, kam es seltener zu einem Rückfall des Brustkrebses. Eine verstärkte Einnahme von Karotenoiden hingegen, zu denen Vitamin A (Retinol) gehört, war mit einer um das Zweifache erhöhten Sterblichkeit an Brustkrebs verbunden, ebenso mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit.

Vitamine, die als sogenannte Radikalfänger wirken, zeigten somit unterschiedliche Wirkung, wenn sie im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung eingenommen würden, so die Einschätzung der Studienautoren. Diese Vitamine werden auch als Antioxidantien bezeichnet. Sie fangen freie Radikale ab, die in Oxidationsprozessen entstehen, machen diese unschädlich und wirken dadurch Zellschäden entgegen.


Quelle:
Greenlee, H. et al.: Antioxidant supplement use after breast cancer diagnosis and mortality in the Life After Cancer Epidemiology (LACE) cohort. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 27. September 2011, DOI: 10.1002/cncr.26526

Ausführliche Informationen zur Wirkung von Antioxidantien und Vitaminen finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

(ks)
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