30.12.2010 - Die Brustkrebserkrankung gemeinsam bewältigen
In einer Studie sollen Paare bei der Verarbeitung der Krankheitserfahrung unterstützt werden
Eine Brustkrebserkrankung stellt nicht nur die betroffene Patientin vor besondere Herausforderungen, auch für nahestehende Familienangehörige und Freunde ist sie oft eine äußerst belastende Erfahrung. Die Partnerin im Umgang mit der Krankheit zu unterstützen und sich dabei gleichzeitig die notwendige Eigenständigkeit zu bewahren, ist nicht immer leicht zu bewältigen. In einer neuen Studie an der Universität Braunschweig wollen Forscher untersuchen, wie Paaren in dieser Situation am besten geholfen werden kann.
Für die Untersuchung werden Paare gesucht, die seit mindestens zwölf Monaten zusammen sind und auch nach Abschluss der Brustkrebstherapie noch eine starke körperliche oder seelische Belastung innerhalb der Beziehung verspüren. Die Therapie sollte innerhalb der letzten sechs Monate abgeschlossen worden sein. Angeboten werden den Teilnehmern zwei Trainingsmöglichkeiten. Bei dem ersten Verfahren erhält das Paar Hilfestellungen im Umgang mit der Krebserkrankung und Anregungen zur partnerschaftlichen Unterstützung. Das zweite Trainingsprogramm beinhaltet ein Entspannungstraining zum Stressabbau, das sich bei der Betreuung von Krebspatienten bereits bewährt hat. Beide Trainingsprogramme umfassen insgesamt vier Sitzungen von jeweils 1,5 Stunden. Die Auswahl der Paare für die eine oder andere Option erfolgt nach dem Zufallsprinzip.
Ob die Trainingseinheiten erfolgreich waren, wird anhand von Fragebögen ermittelt, die vor bzw. sechs und zwölf Monate nach dem Training beantwortet werden sollen. Die Ergebnisse werden in einer Studie festgehalten und später veröffentlicht.
Quellen: Ärztezeitung vom 21. Dezember 2010 Internetseite des Projekts „Seite an Seite“ des Instituts für Psychologie der Technischen Universität Braunschweig
Ausführliche Informationen zu Brustkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.