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09.09.2010 - Hirnmetastasen bei Brustkrebs

Therapie kann Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern
Im fortgeschrittenen Stadium einer Brustkrebserkrankung breitet sich der Krebs in den gesamten Körper aus und bildet in verschiedenen Organen, darunter dem Gehirn, Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen. Mithilfe adäquater Therapien, insbesondere der Strahlentherapie, können in diesem Fall drohende Beschwerden oftmals erfolgreich abgewendet bzw. behandelt werden. Darauf verweist eine aktuelle Handlungsleitlinie der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), die in der Fachzeitschrift Strahlentherapie und Onkologie veröffentlicht wurde.

Wesentliches Ziel der Behandlung ist es, auftretende Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und wenn möglich die Überlebensaussichten der Patientinnen zu verbessern. Mögliche Symptome von Hirnmetastasen sind Kopfschmerzen und neurologische Ausfälle wie Muskelschwäche, Krampfanfälle oder Stimmungsschwankungen. Auch Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit können auftreten. Ursache der Beschwerden ist zumeist der durch den wachsenden Tumor und die sich vermehrt bildende Flüssigkeit (Hirnödem) entstehende Hirndruck.

Neben dem Einsatz von Kortikosteroiden zur Reduzierung des Hirnödems sind vor allem die Operation und Strahlentherapie geeignete Behandlungsverfahren, die auch miteinander kombiniert werden können. Bei einem Befall der Hirnhaut (Meningeosis carcinomatosa) wird die Strahlentherapie häufig in Kombination mit Chemotherapie eingesetzt. Die heutigen Bestrahlungsverfahren erlauben dabei – je nach Anzahl und Größe der Metastasen – sowohl eine punktgenaue Bestrahlung winziger Tumorherde als auch eine Bestrahlung des gesamten Gehirns.


Quellen:
Feyer, P. et al.: DEGRO Practical Guidelines for Palliative Radiotherapy of Breast Cancer Patients: Brain Metastases and Leptomeningeal Carcinomatosis. Strahlentherapie und Onkologie 2010, 2, 63-69
Pressemeldung der DEGRO vom 20. August 2010

Informationen zu Brustkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

(ks)
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