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01.09.2010 - Wovon die Prognose bei Analkrebs abhängt
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| Lymphknotenbeteiligung und Tumorgröße sind wichtige Faktoren |
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Bislang waren die Faktoren, die den Krankheitsverlauf und damit die Prognose bei Analkrebs (Analkarzinom) beeinflussen, nur wenig untersucht. Einer neuen Studie in der Fachzeitschrift Cancer zufolge scheinen vor allem die Beteiligung von Lymphknoten, die Tumorgröße und das Geschlecht des Patienten ausschlaggebend zu sein.
In der Untersuchung verfolgten die Forscher den Krankheitsverlauf bei 644 Patienten mit Analkrebs. Dabei stellte sich der Durchmesser des Tumors als entscheidende Größe heraus. So war ein Durchmesser von mehr als fünf Zentimetern mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für ein krankheitsfreies Fünf-Jahresüberleben und einer schlechteren Fünf-Jahresüberlebensrate verbunden. Größeren Einfluss noch als der Tumordurchmesser hatte die Beteiligung von Lymphknoten. Die schlechteste Prognose trat bei Patienten mit einem Tumor von mehr als fünf Zentimetern Durchmesser und einem Lymphknotenbefall auf. Zudem verlief die Krankheit bei Männern im Durchschnitt schlechter als bei Frauen.
Analkrebs wird gemeinsam mit den Krebserkrankungen des Dick- und Mastdarms (Enddarms) zum Darmkrebs gerechnet. Während in den anderen Darmabschnitten vorwiegend so genannte Adenokarzinome auftreten, die sich aus Drüsengewebe entwickeln, kommen im Anus auch Plattenepithelkarzinome vor, die aus der obersten Schicht der Schleimhaut hervorgehen.
Quelle: Jaffer, A.A. et al.: Prognostic factors derived from a prospective database dictate clinical biology of anal cancer. The intergroup trial (RTOG 98-11). Cancer 2010, 116(17):4007-4013
Ausführliche Informationen zu Analkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(ks)
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