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03.08.2010 - Warum die Mammographie bei jüngeren Frauen weniger effektiv ist
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| Durch die höhere Dichte des Brustgewebes können Tumoren schlechter erkannt werden |
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Die Effektivität, mit der bei einer Mammographie-Untersuchung Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert werden kann, ist bei Frauen in der 40. Lebensdekade deutlich geringer als bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr. Der Hauptgrund dafür besteht offenbar darin, dass das Brustgewebe bei jüngeren Frauen dichter ist, so dass sich Tumoren schlechter erkennen lassen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute.
Eine zweite Ursache, nämlich das schnellere Tumorwachstum bei jüngeren Frauen, ist demnach erheblich seltener für die geringere Effektivität der Mammographie verantwortlich. So war vermutet worden, dass die Tumoren bei jüngeren Frauen in der Regel so schnell wachsen, dass sie zwischen zwei Screening-Mammographien bereits durch eine Tastuntersuchung entdeckt werden würden. Um diese Vermutung zu überprüfen, entwickelten die Forscher eine Computersimulation, anhand derer sie bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren bzw. 50 und 69 Jahren den Einfluss biologischer Faktoren wie des Tumorwachstums und technischer Faktoren wie der Erkennungsrate bei unterschiedlicher Gewebedichte auswerteten.
Es zeigte sich, dass die geringere Effektivität der Mammographie bei jüngeren Frauen zu 79 Prozent auf die höhere Gewebedichte und die damit verbundene schlechte Erkennbarkeit von Tumoren zurückgeht. Das aggressivere und schnellere Tumorwachstum war nur zu 21 Prozent verantwortlich.
Für jüngere Frauen, so die Schlussfolgerung, müssten die bisherigen Technologien weiterentwickelt werden, um die Früherkennung von Brustkrebs mithilfe eines Screenings künftig zu verbessern.
Quellen: Bailey, S.L. et al.: A Simulation Model Investigating the Impact of Tumor Volume Doubling Time and Mammographic Tumor Detectability on Screening Outcomes in Women Aged 40–49 Years. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 27. Juli 2010, doi:10.1093/jnci/djq271 Pressemeldung Journal of the National Cancer Institute vom 27. Juli 2010
Ausführliche Informationen zu Brustkrebs und zur gesetzlichen Krebsvorsorge finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(ks)
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