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16.08.2010 - Ibandronat bei Knochenmetastasen infolge Mammakarzinoms
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| Wirksamkeit und Sicherheit im Praxisalltag bestätigt |
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Bisphosphonate sind mittlerweile bei der Behandlung des in die Knochen metastasierten Mammakarzinoms Standard. Die Endauswertung einer großen nicht-interventionellen Studie aus Deutschland bestätigt die hohe Wirksamkeit von Ibandronat bezüglich Knochenschmerzen bei gleichzeitig guter renaler Verträglichkeit unter Alltagsbedingungen. Präsentiert wurden die Ergebnisse anlässlich des ASCO 2010.
3.515 Brustkrebspatientinnen mit Knochenmetastasen nahmen an der Untersuchung teil. 2.320 (66%) von ihnen waren zu Studienbeginn Bisphosphonat-naiv, die anderen hatten bereits eine Vorbehandlung erhalten: 418 (12%) mit Ibandronat, 777 (22%) mit anderen Bisphosphonaten inklusive Zoledronsäure (503; 14%) und Pamidronat (256; 7%). Der Baseline-Score der Schmerzintensität war bei den mit Ibandronat vorbehandelten Patientinnen (2,5 ± 2,1) niedriger als bei den Bisphosphonat-Naiven (3,2 ± 2,4; p<0,0001) und den mit anderen Bisphosphonaten vorbehandelten Patientinnen (3,1 ± 2,4; p<0,0001), ebenso der Analgetika-Verbrauch (38% vs. 47% vs. 44%).
Bei den Patientinnen, die anfangs über Schmerzen geklagt hatten, nahm die Schmerzintensität im Laufe der Behandlung mit Ibandronat kontinuierlich ab (von 3,1 ± 2,4 auf 2,3 ± 2; p<0,0001), unabhängig davon, ob das Mittel i.v. oder oral verabreicht wurde. Ebenso ging der Analgetika-Verbrauch zurück, 57% der Patientinnen benötigten am Ende der Studie keine zusätzlichen Analgetika mehr.
Die Kreatinin-Clearance war zu Beginn der Studie bei den mit Zoledronsäure vorbehandelten Patientinnen (72,4 ± 31,7 ml/min) signifikant niedriger als bei den Bisphosphonat-Naiven (79,5 ± 30,7 ml/min; p<0,0001) und den mit Ibandronat Vorbehandelten (77,8 ± 28,8 ml/min; p=0,0087). Die während der Ibandronattherapie auftretenden Veränderungen der renalen Funktion waren gering und über die Patientengruppen ausgeglichen. 98% der Ärzte stuften die generelle Verträglichkeit von Ibandronat als gut oder sehr gut ein.
Die bislang größte Studie dieser Art bestätigte damit die Alltagstauglichkeit der i.v. oder oral verabreichten Ibandronattherapie beim Mammakarzinom zur Reduktion von Schmerzen durch Knochenmetastasen. Die Ergebnisse hinsichtlich der Senkung des allgemeinen Analgetikaverbrauchs und des renalen Sicherheitsprofils seien denen der Zulassungsstudie vergleichbar, so die Studienautoren.
Quelle: Diel, I.J. et al.: Ibandronate in the treatment of patients (pts) with breast cancer (BC) with metastatic bone disease (MBD): Final results of a large-scale noninterventional study (NIS). J Clin Oncol 28:15s, 2010 (suppl; abstr 1026)
(ks)
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