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19.07.2010 - Rückgang der Krebssterblichkeit in den USA

Gründe: Weniger Raucher, aber auch bessere Früherkennung und neue Entwicklungen bei der Therapie
Jedes Jahr veröffentlicht die American Cancer Society auf der Grundlage aktueller Daten Angaben zur Häufigkeit von Krebserkrankungen und krebsbedingter Sterblichkeit in den USA und schätzt die Zahl der zu erwartenden neuen Erkrankungs- und Sterbefälle für die kommende Zeit. Der diesjährige Bericht bestätigt den Trend der letzten Jahre: Die Häufigkeit von Krebserkrankungen und die Sterblichkeit an Krebs nehmen seit geraumer Zeit stetig ab.

So sank nach Angaben des Berichts die Krebshäufigkeit bei Männern zwischen 2000 und 2006 um 1,3 Prozent pro Jahr, was vor allem auf einen Rückgang von Lungen-, Prostata- und Dickdarmkrebs zurückzuführen sei. Bei Frauen ging die Krebshäufigkeit zwischen 1998 und 2006 um 0,5 Prozent pro Jahr zurück, verantwortlich hierfür waren in erster Linie Brust- und Darmkrebs.

Die Krebssterblichkeit nahm bei Männern zwischen 1990 und 2006 um insgesamt 21 Prozent ab – eine Entwicklung, die in erster Linie den drei häufigen Krebsarten Lungen-, Prostata- und Darmkrebs zu verdanken ist. Ihr Anteil am Gesamtrückgang betrug fast 80 Prozent. Bei Frauen sank die krebsbedingte Sterblichkeit zwischen 1991 und 2006 um 12,3 Prozent. Mit einem Anteil von 60 Prozent war hier der stärkste Rückgang für Brust- und Darmkrebs zu verzeichnen.

Als häufigste krebsbedingte Todesursache kristallisierte sich bei Männern vor dem 40. Lebensjahr Leukämie (Blutkrebs) heraus, nach dem 40. Lebensjahr waren es Lungen- und Bronchialkrebs. Bei Frauen war die führende krebsbedingte Todesursache vor dem 20. Lebensjahr Leukämie, zwischen dem 20. und 59. Lebensjahr Brustkrebs und nach dem 60. Lebensjahr Lungenkrebs. Längst hat in den USA das Lungenkarzinom bei Frauen Brustkrebs den Rang als häufigste krebsbedingte Todesursache abgelaufen – sein Anteil an allen krebsbedingten Sterbefällen unter Frauen wird in diesem Jahr auf mehr als ein Viertel geschätzt.

Gründe für die Abnahme der allgemeinen Krebshäufigkeit und –sterblichkeit seien eine zunehmend bessere Früherkennung, der Rückgang des Rauchens, das als einer der wichtigsten Risikofaktor für Krebs gilt, und bessere Therapiemöglichkeiten. Dessen ungeachtet, so der Bericht, koste Krebs bei den unter 85-Jährigen nach wie vor mehr Leben als Herzkreislauferkrankungen. Weitere Entwicklungen im Bereich der Vorsorge, Früherkennung und Therapie seien daher notwendig.


Quellen:
Jemal, A. et al.: Cancer Statistics, 2010. CA: A Cancer Journal for Clinicians, Onlinevorabveröffentlichung am 7. Juli 2010
Pressemitteilung der American Cancer Society am 7. Juli 2010

Allgemeine Informationen zur Vorsorge, Früherkennung und Therapie von Krebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

(ks)
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