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08.06.2010 - Leitlinien zu körperlicher Bewegung bei Krebs
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| Bei vielen Krebsarten kann körperliches Training die Befindlichkeit verbessern und den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen |
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Auch wenn es schwer fällt und die Erschöpfung und das Verlangen nach Ruhe groß sind – Krebspatienten sollten sich ermuntert sehen, trotz der Krankheit und dazugehöriger Therapien regelmäßig Sport zu treiben. Mit hoher Sicherheit können sie dadurch ihre Befindlichkeit und Lebensqualität verbessern und möglicherweise sogar den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Darauf verweisen die neuen Leitlinien „Exercise Testing and Prescription for Cancer Survivors: Guidelines from the American College of Sports Medicine“, die anlässlich der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology Anfang Juni in Chicago präsentiert werden.
Erarbeitet wurden die Empfehlungen von Experten des American College of Sports of Medicine unter Leitung von Kathryn Schmitz auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien zur Sicherheit und Effektivität sportlicher Aktivitäten während und nach der Krebstherapie. Oft, so Schmitz, erhielten Krebspatienten noch immer den Rat ihres Arztes, sich zu schonen. Doch selbst Patienten, die sich langwierigen und anstrengenden Therapien wie einer Stammzelltransplantation unterziehen müssen, könnten neueren Erkenntnissen zufolge von körperlicher Bewegung profitieren.
So sei in Studien nachgewiesen worden, dass körperliche Bewegung das Risiko für einen Krankheitsrückfall bei Brustkrebs senken könne. Patienten mit Brust-, Prostata-, Blut- oder Lymphdrüsenkrebs könnten durch körperliche Aktivitäten ihre Fitness und Muskelkraft steigern, Fatiguebeschwerden (chronische Erschöpfung) lindern und damit ihre Lebensqualität verbessern. Auch bei Dickdarmkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen gäbe es erste Hinweise auf eine günstige Beeinflussung durch Sport, die allerdings noch in weiteren Studien bestätigt werden müssten.
In den Leitlinien empfehlen Schmitz und Kollegen, pro Woche 150 Minuten Ausdauertraining mittlerer Intensität zu absolvieren. Besonders günstig sind Schwimmen, Radfahren oder Walken, aber auch Übungen zur Entspannung wie Yoga. Grundsätzlich sollte die Intensität des Trainings der körperlichen Verfassung der Patienten angepasst werden. Auch besondere Umstände und Bedürfnisse, die im Zusammenhang mit der Krankheit stehen, seien zu berücksichtigen. So wird etwa Krebspatienten, deren Immunsystem infolge der Krankheit oder Therapie geschwächt ist, aufgrund erhöhter Ansteckungsgefahr empfohlen, auf sportliche Aktivitäten in öffentlichen Sporthallen zu verzichten.
Quelle: Pressemeldung der University of Pennsylvania School of Medicine vom 28. Mai 2010
Informationen zum Thema Sport finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(ks)
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