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17.05.2010 - Kaffee und Softdrinks keine Risikofaktoren für Darmkrebs

Auch große Mengen dieser Getränke steigern das Risiko für Dickdarmkrebs offenbar nicht
Täglich große Mengen Kaffee zu trinken, hat offenbar keinen Einfluss auf das Risiko für Dickdarmkrebs. Das zeigen die Daten einer Studie im Journal of the National Cancer Institute. Demnach sind auch kohlensäurehaltige Süßgetränke, so genannte Softdrinks, kein Risikofaktor, für Tee hingegen lassen die Ergebnisse keine eindeutige Aussage zu.

Die Rolle von Kaffee und Tee hinsichtlich der Entstehung von Krebserkrankungen ist bislang weitgehend unklar. So enthalten beide sowohl Substanzen, die nachweislich vor Krebs schützen, als auch Stoffe, die die Krebsentstehung begünstigen. Bisherige Studien zum Thema erbrachten denn auch widersprüchliche Ergebnisse. In der aktuellen Untersuchung bezogen sich die Forscher auf die Daten aus insgesamt 13 Studien. Sie ermittelten unter den mehr als 730.000 Teilnehmern rund 5.600 Fälle von Dickdarmkrebs und setzten diese in Beziehung zum Konsum von Kaffee, Tee und Softdrinks.

Weder das Trinken großer Mengen Kaffees (mehr als 1400 Gramm pro Tag) noch der häufige Genuss von Softdrinks (mehr als 550 Gramm pro Tag) gingen in der Analyse mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einher. Für Tee hingegen ergab sich eine geringfügige Risikoerhöhung – bei einem täglichen Konsum von mehr als 900 Gramm pro Tag. Allerdings war der Anteil derjenigen, die tatsächlich Tee in diesen Mengen tranken, nur sehr gering.

Der Zusammenhang von Tee und Dickdarmkrebsrisiko müsse daher weiter untersucht werden, bevor endgültige Aussagen möglich seien, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Ebenso müsse in künftigen Studien untersucht werden, ob das Hinzufügen von Milch und Zucker in Kaffee oder Tee Einfluss auf das Krebsrisiko habe.


Quellen:
Zhang, X. et al.: Risk of Colon Cancer and Coffee, Tea, and Sugar-Sweetened Soft Drink Intake: Pooled Analysis of Prospective Cohort Studies. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 7. Mai 2010
Pressemeldung Journal of the National Cancer Institute vom 7. Mai 2010


Weiterführende Informationen zu den Risikofaktoren für Darmkrebs sowie Ernährungstipps finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

(ks)
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