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04.05.2010 - Erbliches Risiko für Brustkrebs
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| Wissenschaftler entdeckten weiteres Risikogen |
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Als Risikogene für die Entstehung von Brustkrebs sind bereits seit längerem u.a. BRCA1 und BRCA2 (BReast CAncer) bekannt. Wissenschaftler identifizierten jetzt ein weiteres Gen, das bei bestimmten Veränderungen das Risiko für die Erkrankung erhöht. Dem Bericht in der Fachzeitschrift Nature Genetics zufolge erkranken Frauen, die von Veränderungen im RAD51C-Gen betroffen sind, häufiger sowohl an Brust- als auch an Eierstockkrebs.
Das Forscherteam der Technischen Universität München analysierte das Erbgut von 1.100 Familien, in denen gynäkologische Krebserkrankungen aufgetreten waren. Sie identifizierten verschiedene Veränderungen im RAD51C-Gen, die mit einem erhöhten Risiko für Brust- und Eierstockkrebs einhergingen. Diese Genveränderungen fanden sich ausschließlich in Familien, in denen tatsächlich auch beide Erkrankungen aufgetreten waren – nicht jedoch in Familien, in denen nur Brustkrebs vorkam und auch nicht bei den fast 3.000 gesunden Kontrollpersonen. Die Risikosteigerung infolge der RAD51C-Genveränderungen lag bei 60 bis 80 Prozent für Brustkrebs und 20 bis 40 Prozent für Eierstockkrebs. Zudem erkrankten die betroffenen Frauen bereits in einem jüngeren Lebensalter als Brustkrebspatientinnen, bei denen die Genveränderungen nicht vorhanden waren.
Frauen, in deren Familie gehäuft Brustkrebs vorkommt, haben die Möglichkeit, sich entsprechenden Gentests zu unterziehen, um ihr individuelles Risiko feststellen zu lassen und spezielle Angebote zur Früherkennung wahrnehmen zu können.
Quellen: Meindl, A. et al.: Germline mutations in breast and ovarian cancer pedigrees establish RAD51C as a human cancer susceptibility gene. Nature Genetics, Onlineveröffentlichung am 18. April 2010, doi:10.1038/ng.569 Meldung Deutsches Ärzteblatt vom 26. April 2010
Ausführliche Informationen zur Früherkennung von Krebserkrankungen finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(ks)
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