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13.04.2010 - Brustkrebstherapie in der Schwangerschaft
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| Selbst eine Chemotherapie ist offenbar möglich, sollte allerdings in einem spezialisierten Zentrum durchgeführt werden |
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Wird während einer Schwangerschaft die Diagnose Brustkrebs gestellt, kann unverzüglich eine Therapie eingeleitet werden. Wie Wissenschaftler aus Deutschland jetzt auf der 7. European Breast Cancer Conference in Barcelona, Spanien, berichteten, scheint sich selbst eine Chemotherapie nicht ungünstig auf das ungeborene Kind auszuwirken.
Eine Brustkrebsoperation beeinflusst den Verlauf einer Schwangerschaft praktisch nicht. Hinsichtlich der Chemotherapie waren sich Experten aufgrund zu weniger Studiendaten bislang nicht sicher. In der aktuellen Untersuchung beobachteten die Forscher den Krankheitsverlauf bei 235 Patientinnen, bei denen während einer Schwangerschaft Brustkrebs festgestellt wurde – bei rund einem Viertel während des ersten Schwangerschaftsdrittels, bei 40 Prozent während des zweiten und bei 37 Prozent während des dritten. Knapp ein Drittel der Frauen erhielt vor der Operation eine unterstützende, so genannte neoadjuvante Chemotherapie.
Geburtskomplikationen bzw. Erkrankungen der Neugeborenen traten nach der Chemotherapie nicht häufiger auf als bei den Frauen, die keine Chemotherapie erhalten hatten. Nach Ansicht der Studienautoren könnten schwangere Brustkrebspatientinnen deshalb ohne Befürchtungen nach den geltenden Standardempfehlungen behandelt werden. Die Therapie sollte allerdings in einem spezialisierten Zentrum erfolgen.
Quellen: Loibl, S. et al.: Breast cancer during pregnancy - a prospective and retrospective European registry (GBG20/BIG0203). European Journal of Cancer Supplements 2010, 8(3):205 Pressemeldung der European Cancer Organisation vom 25. März 2010
Ausführliche Informationen zu Brustkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(ks)
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