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17.03.2010 - Warum Sport das Brustkrebsrisiko senkt
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| Bei Frauen nach den Wechseljahren beeinflusst sportliche Aktivität den Östrogenspiegel im Blut |
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Regelmäßige körperliche Bewegung kann bei Frauen nach den Wechseljahren bekanntlich das Brustkrebsrisiko senken. Betroffen scheint dabei nur hormonempfindlicher, so genannter Hormonrezeptor-positiver Brustkrebs zu sein. Seine Zellen tragen auf ihrer Oberfläche Bindungsstellen für die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron, wodurch die Hormone an den Krebszellen andocken und deren Wachstum begünstigen können. Wissenschaftler untersuchten jetzt, in welcher Weise sich körperliche Bewegung auf die weiblichen Geschlechtshormone auswirkt (Journal of the Clinical Oncology).
Die Forscher werteten in ihrer Studie die Daten von 320 Frauen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren aus, die die Wechseljahre bereits hinter sich hatten. Die Hälfte der Teilnehmerinnen nahm ein Jahr lang knapp vier Stunden pro Woche an einem gezielten Aerobic-Training teil, die andere Hälfte änderte an ihren gewohnten körperlichen Aktivitäten praktisch nichts. Nach zwölf Monaten zeigte sich bei den sportlich aktiven Frauen eine deutliche Senkung von Östradiol, einem Östrogen, im Blut. Außerdem fand sich eine Erhöhung des die Sexualhormone bindenden Eiweißes (Sexualhormon-bindendes Globulin, SHBG), welches die Konzentration der frei im Blut befindlichen Östrogene reduziert. Auf den Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron hatte die sportliche Betätigung keinen Einfluss.
Die Studienautoren schlussfolgern, dass die Senkung des Brustkrebsrisikos durch körperliche Aktivität bei Frauen nach den Wechseljahren auf die messbaren Veränderungen im Östradiol- und SHBG-Spiegel zurückgehen.
Quellen: Friedenreich, C. M. et al.: Alberta Physical Activity and Breast Cancer Prevention Trial: Sex Hormone Changes in a Year-Long Exercise Intervention Among Postmenopausal Women. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 16. Februar 2010, 10.1200/JCO.2009.24.9557 Meldung der DKG vom 23. Januar 2009
Weiterführende Informationen zu den Ursachen von Brustkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
(ks)
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