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Vitamine

Vitamine (aus lat. vita, Leben und amin für Stickstoffverbindungen) sind organische Verbindungen, die der menschliche Organismus nicht zur Energiegewinnung, sondern für andere lebensnotwendige Funktionen benötigt und die der menschliche Stoffwechsel nicht bzw. nur unzureichend selber herstellen kann (Ausnahme: Vitamin D). Die Forschung unterscheidet zwischen fettlöslichen (lipophilen) und wasserlöslichen (hydrophilen) Vitaminen. Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) können in den Fettdepots des Körpers eingelagert werden, sodass sie dem Körper nicht täglich zugeführt werden müssen. Hingegen können die meisten wasserlöslichen Vitamine – nämlich sämtliche B-Vitamine sowie Vitamin C – nur in geringem Umfang im Organismus gespeichert werden, weswegen sie regelmäßig – möglichst täglich – mit der Nahrung eingenommen werden müssen.

Einige Vitamine werden dem Körper als unwirksame Vorstufen zugeführt, die dann erst im Körper in die Wirkform umgewandelt werden. Diese Substanzen sind als Provitamine bekannt. Carotinoide beispielsweise sind Provitamine des Vitamin A, z.B. bekannt als Betakarotin.

Regelmäßige Vitaminaufnahme beugt nicht nur Vitaminmangelerkrankungen (Skorbut, Pellagra, Beri-Beri) vor, sondern schützt gleichzeitig vor der Entstehung einiger Krebsarten. Vitamin C beispielsweise spricht der World Cancer Research Fund (WCRF) risikosenkende Wirkungen für Magen-, Speiseröhren-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu.



Alle Vitamine auf einen Blick

 

Vitamin Synonym Tagesbedarf Mann, 25-51 Jahre Tagesbedarf Frau, 25-51 Jahre besonders vorhanden in
A Retinol 1,0 mg 0,8 mg Leber, Lebertran, als Provitamin A aus Karotten
D Calciferole 5 µg 5 µg vom Körper selbst hergestellt, Leberfett von Meeresfischen
E Tocopherol 14 mg 12 mg Weizenkeim-, Mais-, Soja- und Sonnenblumenkernöl, Nüsse, Mandeln
K Phyllochinon 70 µg 60 µg Eier, Leber, Grünkohl
B1 Thiamin 1,2 mg 1,0 mg Vollkorngetreide, Schweinefleisch, Hefe
B2 Riboflavin 1,4 mg 1,2 mg Vollkorngetreide, Milch, Käse, Fleisch, Eier, Leber, Seefisch
B3 Niacin 16 mg 13 mg mageres Fleisch, Fisch, Hefe
B5 Pantothensäure 6 mg 6 mg Leber, Weizenkeime, Gemüse
B6 Pyridoxin 1,5 mg 1,2 mg Bananen, Leber, Nüsse, Vollkornprodukte, Hefe
B7 Biotin 30 - 60 µg 30 - 60 µg Leber, Blumenkohl
B9 Folsäure 400 µg 400 µg Leber, Weizenkeime, Kürbis
B12 Cobalamin 3 µg 3 µg Leber, Fisch, Eier, Milch, Käse
C Ascorbinsäure 100 mg 100 mg Zitrusfrüchte, Sanddorn, Kiwis, Paprika, Johannisbeeren, Tomaten
 
Quelle: Angaben zum Tagesbedarf: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de)
 

(red)




Quellen:
K.S. Zänker, N. Becker: Primäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 279-306


Aktualisiert am: 31.05.11 - 15:17



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