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4. Europäische Konferenz „Tobacco or Health“

Vom 11. Bis 13. Oktober 2007 fand in Basel die 4. Europäische Konferenz Tabak oder Gesundheit statt. Dieses Ereignis stellt für die Deutsche Krebsgesellschaft einen Höhepunkt der der internationalen Zusammenarbeit im laufenden Jahr dar. Getragen wurde die Veranstaltung wesentlich von der Krebsliga der Schweiz in Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und der Vereinigung der Europäischen Krebsgesellschaft.

Eine entscheidende Voraussetzung für eine wirksame Tabakprävention ist eine intensive internationale Zusammenarbeit. Jährlich sterben allein in den Ländern der EU 650.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Um wesentliche Fortschritte auf dem Weg zu einem rauchfreien Europa zu erzielen, hielten die Teilnehmer der 4. Europäischen Konferenz fest, dass in den nächsten Jahren der Umsetzung des WHO-Rahmenübereinkommens (Framework Convention for Tobacco Control; FCTC) zur Eindämmung des Tabakgebrauch s besonders Rechnung getragen werden muss.

Die Ergebnisse und Forderungen der Baseler Konferenz wurden zum Abschluss in einer gemeinsamen Resolution aller Teilnehmer zusammengefasst und verabschiedet. Die Resolution umfasst wesentliche und notwendige Maßnahmen für eine bessere Tabakkontrolle in den EU Staaten, beispielsweise ein 100%iger Schutz vor Passivrauchen in öffentlichen Räumen, eine regelmäßige Erhöhung der Tabaksteuer oder Schulungsprogramme für Gesundheitsfachleute zur Gewährleistung einer wirksamen Raucherentwöhnung.

Rainer Hanewinkel vom Institut für Therapieforschung Nord (IFT) in Kiel ging in einer Hauptveranstaltung ausführlich auf die Rolle der Film- und Fernsehindustrie bei der Nikotinsucht ein. Für ihn „trägt das Tabakmarketing unmittelbar zur Nikotinsucht bei Jugendlichen bei, denn sie identifizieren sich mit den Darstellern in Film- und Werbematerial.“, so Hanewinkel. Rauchende Filmstars werden zunehmend als erheblicher Risikofaktor für die Nikotinsucht anerkannt.






 


Statement:

Heiko Herrlich

Trainer der U-18 Fußballnationalmannschaft



 
 



Ebenfalls ein besonderes Feld ist der Sportbereich. Sport und Bewegung sollen der Gesundheit dienen. Rauchen und Sport lassen sich nicht vereinbaren, denn das Rauchen mindert die sportliche Leistungsfähigkeit. Rauchende Sportler sind schlechte Vorbilder für Jugendliche und in einem verrauchten Stadion leiden Sportler und Publikum gleichermaßen.
Aus Deutschland hat sich ein prominenter Sport als Botschafter der Deutschen Krebsgesellschaft zur Verfügung gestellt. Der frühere Bundesligaprofi und jetzige Trainer der U-18 Fußballnationalmannschaft, Heiko Herrlich, appelliert in einem Videospot für die DKG nachdrücklich, dass Jugendliche nicht mit dem Rauchen anfangen sollen. Er selbst hätte „niemals Spitzensportler werden können, wenn er geraucht hätte“.
Es ist zu wünschen, dass weitere anerkannte Sportler in Deutschland diesem Vorbild von Heiko Herrlich folgen und als Botschafter der Deutschen Krebsgesellschaft Statements an die Öffentlichkeit richten.

Dies sind nur wenige Aspekte aus dem Konferenzprogramm. Weitere ausführliche Informationen finden Sie unter www.ectoh07.org.


Aktualisiert am: 24.04.12 - 16:30



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