Sie befinden sich hier:
Angaben zu Autoren und Sponsoren finden Sie am Ende des Beitrags.

 

Leberzellkrebs, Leberzellkarzinom (HCC)

Leberzellkrebs (Leberzellkarzinom, Hepatozelluläres Karzinom, HCC) ist eine bösartige Erkrankung der Zellen in der Leber. Er wird auch als "primärer" Leberkrebs bezeichnet, weil er seinen Ursprung in der Leber selbst hat. Im Gegensatz dazu entsteht "sekundärer" Leberkrebs, indem sich Tochtergeschwülste (Metastasen) von bösartigen Tumoren anderer Organe in der Leber ansiedeln (z.B. Darmkrebs oder Magenkrebs). Sekundäre Lebertumoren unterscheiden sich in ihrem Verlauf und ihrer Behandlung grundlegend von primären Lebertumoren. Im Folgenden wird nur der primäre Leberkrebs besprochen.


Häufigkeit
Leberzellkrebs (HCC) galt bislang als eine relativ seltene Tumorerkrankung in Deutschland. Inzwischen sind aber jedes Jahr sieben bis acht von 100.000 Menschen hierzulande betroffen. In Deutschland erkranken derzeit jährlich ca. 6000 Menschen an dieser Krebsart.

Weltweit ist das Leberzellkarzinom (HCC) mit 500.000 – 800.000 Neuerkrankungen pro Jahr der fünfthäufigste bösartige Tumor und die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache. So ist der Leberzellkrebs in einigen Ländern Südostasiens und Afrikas sogar der häufigste bösartige Tumor, d.h. von 100.000 Menschen leiden dort 35 bis 150 an dieser Krebsform.

Auch in Deutschland, anderen Ländern Europas und in den USA nimmt die Leberzellkrebs-Häufigkeit deutlich zu: In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen verdoppelt. Diese Zunahme wird mit der hohen Rate von Hepatitis C-Neuinfektionen in den 1960er, 70er und 80er Jahren in Zusammenhang gebracht. Männer erkranken zwei- bis dreimal häufiger als Frauen an Leberzellkrebs.

Etwa 7 von 10 Leberzellkarzinomen werden erst in fortgeschrittenen Stadien festgestellt. Die Aussicht auf Heilung ist in diesen Fällen ungünstig. Heutzutage werden Risikopatienten, v.a. Patienten mit Leberzirrhose mittels 6-monatiger Ultraschalluntersuchungen überwacht. Entwickelt sich ein Leberzellkrebs, so wird er dadurch in einem frühen, d.h. behandelbarem Stadium erkannt. Dank der Überwachung nimmt in Deutschland der Anteil der früh erkannten Leberzellkrebse zu und der Anteil der fortgeschrittenen Stadien entsprechend ab.

(red)






Fachliche Beratung
Prof. Dr. med. Hans Scherübl
Klinik für Innere Medizin
Vivantes Klinikum Am Urban
Berlin


Aktualisiert am: 08.04.09 - 15:21


Die Deutsche Krebsgesellschaft ist für den Inhalt der Ligatus-Anzeigen nicht verantwortlich.
Ihre Meinung

Kampagne Bauchspeicheldr�senkrebs
Banner Darmkrebszentrale
Banner DKK 2010
Suche
Suchbegriff


Wo wollen Sie suchen?


Suchen ->
Eierstockkrebs
Expression III Ovar
1. Europaweite Online-Umfrage:
Welche Erwartungen und Wünsche haben Patientinnen zur Arzt-Patientinnen Kommunikation?