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Gebärmutterkörperkrebs, Gebärmutterkrebs, Korpuskarzinom, Endometriumkarzinom - Definition

Bösartige Tumoren der Gebärmutter sind die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane. Unterschieden wird zwischen der Krebserkrankung des Gebärmutterhalses und der Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers. Die beiden Tumorarten gehen jeweils von einem anderen Gewebetyp aus und unterscheiden sich hinsichtlich Früherkennung, Krankheitszeichen, Diagnose und Behandlung.

Bösartige Tumoren des Gebärmutterkörpers (Korpuskarzinom, von lateinisch „corpus“: Körper) haben ihren Ursprung fast immer in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die das Organ im Inneren auskleidet. Aus diesem Grund wird Krebs des Gebärmutterkörpers auch als Gebärmutterschleimhautkrebs oder fachsprachig Endometriumkarzinom bezeichnet.

Häufigkeit
Krebserkrankungen des Gebärmutterkörpers stellen in Deutschland mit einem Anteil von 5,7 Prozent die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Weltweit nimmt es die siebte Stelle ein. Außerdem sind sie die häufigste bösartige Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Pro Jahr erkranken nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (2008) rund 11.700 Frauen in Deutschland an Gebärmutterkörperkrebs. Weltweit sind es 142.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Die Häufigkeit ist nach einem geringen Anstieg während der 80iger Jahre seit Mitte der 90iger Jahre leicht rückläufig.

Es zeigen sich regionale Unterschiede in der Häufigkeit des Auftretens, wobei Nordamerika und Westeuropa weltweit an der Spitze stehen. 

Die Mehrzahl der betroffenen Frauen erkrankt nach den Wechseljahren (Menopause). Jüngere Frauen sind hingegen nur selten von Gebärmutterkörperkrebs betroffen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge bei über 68 Jahren.

Der Anteil an allen Todesfällen durch Krebs fällt für den Gebärmutterkörperkrebs aufgrund der guten Prognose mit 2,6% niedrig aus. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 82% Damit liegt Gebärmutterkörperkrebs an zehnter Stelle der durch Krebs verursachten Todesfälle unter Frauen. Die Sterblichkeit an Gebärmutterkörperkrebs ist in den letzten Jahren rückläufig.


Inzidenzen und Mortalität der Karzinome
(MCa = Brustkrebs; ECa = Gebärmutterkörperkrebs,
OCa = Eierstockkrebs, CxCa = Gebärmutterhalskrebs, Vul/VagCa = Vulva- und Vaginalkrebs)


Beckmann M.W., Bender H.G.:
Nationale Onkologische Präventionskonferenz (N.O.P.®):
Die Essener Erklärung.


(red)


















Fachliche Beratung
Prof. Beckmann,
Universität-Frauenklinik Erlangen


Aktualisiert am: 10.03.10 - 17:22


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