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Gebärmutterhalskrebs, Zervixkarzinom

Bösartige Tumoren der Gebärmutter sind die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane. Unterschieden wird zwischen der Krebserkrankung des Gebärmutterhalses und der Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers. Die beiden Tumorarten gehen jeweils von einem anderen Gewebe aus und unterscheiden sich hinsichtlich Früherkennung, Krankheitszeichen, Vorsorge, Diagnose und Behandlung.

Bösartige Tumoren des Gebärmutterhalses, auch Zervixkarzinome genannt, entwickeln sich zumeist aus der Plattenepithelhaut im Bereich des äußeren Muttermundes, also dort, wo der Gebärmutterhals in die Scheide mündet. In seltenen Fällen gehen sie von Schleimhautzellen des Muttermundes aus. Die Entartung des Gewebes ist ein Prozess, der sich über Jahre hinzieht und über Krebsvorstufen verläuft. Da der Muttermund für eine Untersuchung gut zugänglich ist, können Zellveränderungen bei regelmäßigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Häufigkeit

Gebärmutterhalskrebs ist in den letzten Jahren dank der verbesserten Früherkennung zu einer weniger häufigen Tumorart geworden. Pro Jahr erkranken Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (2008) zufolge in Deutschland rund 6.200 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs. Mit einem Anteil von etwa drei Prozent ist diese Krebsart derzeit die zehnthäufigste bösartige Erkrankung bei Frauen.

Die Krankheitshäufigkeit variiert mit dem Lebensalter. Besonders oft betroffen sind Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. Ein zweiter Anstieg der Häufigkeit zeigt sich nach dem 60. Lebensjahr. Vorstufen und Frühformen von Gebärmutterhalskrebs werden vor allem bei Frauen im Alter von 20 - 40 Jahren festgestellt.

Die Diagnose fortgeschrittener Tumorstadien sowie die Zahl der Todesfälle sind in den letzten 30 Jahren stark zurückgegangen. Das ist unter anderem den wirksamen Früherkennungsmaßnahmen zuzuschreiben, durch die die Vor- und Frühstadien der Krebserkrankung rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden können. Im Jahr 2004 verstarben in Deutschland laut Publikation des Statistisches Bundesamts (2008) 1.690 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.

(red)









Fachliche Beratung
Prof. Beckmann,
Universität-Frauenklinik Erlangen


Aktualisiert am: 11.03.10 - 12:39


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