Weitere hämatologische Erkrankungen


Immunthrombozytopenie
Wirksamkeit und Sicherheit von Eltrombopag über bis zu 4,5 Jahre bestätigt
Das auf der ASH-Jahrestagung präsentierte Update der Langzeitstudie EXTEND (Eltrombopag Extended Dosing Study) belegt die langfristige Effektivität und Sicherheit von Eltrombopag in der Therapie der chronischen Immunthrombozytopenie (ITP): Der im März 2010 zugelassene erste orale Thrombopoetin (TPO)-Rezeptoragonist wird in der Extensionsstudie inzwischen seit mehr als vier Jahren untersucht.
ASH 2011
TPO-Rezeptoragonisten im Focus
Insbesondere für kompliziertere chronische Verläufe einer Immunthrombozytopenie (ITP) stellen die Thrombopoetin-Rezeptoragonisten einen deutlichen Fortschritt dar. PD Dr. Giagounidis sprach mit uns anlässlich des EHA 2011 über die Situation der Patienten vor und nach deren Einführung. Zudem geht er auf die Besonderheiten von Eltrombopag ein.
EHA 2011

 


Myelodysplastisches Syndrom
Auch MDS-Patienten über 75 Jahre profitieren von einer Therapie
Ein großer Anteil der MDS-Patienten ist über 75 Jahre alt, doch erhalten noch zu wenige Patienten in diesem Alter, für die eine aktive Therapie infrage kommt, eine entsprechende Behandlung. Dazu kommt, dass der IPSS-Score vor allem bei über 75-Jährigen längst nicht im ausreichenden Maße bestimmt wird, sodass ein wichtiges Kriterium für die Prognoseabschätzung und damit adäquate Therapieentscheidung fehlt. Dabei weisen Studienergebnisse darauf hin, dass auch ältere MDS-Patienten mit hohem Risiko von einer Azacitidin-Therapie profitieren können, wie auf einem Satellitensymposium im Rahmen des DKK 2012 betont wurde.
DKK 2012
Nicht-interventionelle Studie zur Eisenchelat-Therapie mit Deferasirox bei MDS
Regelmäßige Transfusionen führen häufig zur Eisenüberladung, die eine sekundäre Eisentoxizität auslösen kann. Die derzeit laufende EXSEPT-Studie schließt MDS-Patienten ein, die aufgrund einer transfusionsbedingten Eisenüberladung den Chelator Deferasirox erhalten. Im Fokus der Studie steht die aktuelle Behandlungssituation.

 
ASH 2011: Neue Daten aus dem TherapieMonitor MDS
Prof. Gattermann berichtet über die wichtigsten Ergebnisse des TherapieMonitors im Vergleich der Jahre 2009 und 2010. Insbesondere die Nutzung des IPSS-Scores zur Risikoabschätzung hat erfreulich zugenommen. Eine Ausnahme bilden jedoch ältere Patienten, die dadurch möglicherweise untertherapiert werden. Die Verwendung des Scores ist laut Prof. Gattermann ebenso wie die zytogenetische Analyse jedoch für alle MDS-Patienten von entscheidender therapeutischer Bedeutung.
ASH 2011
Prof. Niederwieser: Neue Möglichkeiten in der medikamentösen Tumortherapie
Prof. Dietger Niederwieser, Leipzig, berichtet über Fortschritte in der Individualisierung der medikamentösen Krebstherapie. Bei MDS ermöglicht ein neuer WHO-Score Aussagen über Prognose und Transplantationsrisiko. Patienten mit MDS oder AML profitieren von der neuen Substanz Azacitidin, die ein schnelles Ansprechen bei zugleich günstigem Nebenwirkungsprofil aufweist. Für Patienten mit stark vergrößerter Milz wurde eine medikamentöse Alternative zu Strahlentherapie und chirurgischem Eingriff vorgestellt, die rasche Linderung der Beschwerden bringt.
DGHO 2011
Expertenrunde: Hämatoonkologie
Anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sprechen führende Experten über Neuerungen in Diagnostik und Therapie myelodysplastischer Syndrome. Die Identifikation molekularer Marker zur Risiko- und Prognoseabschätzung der Erkrankungen, wird zukünftig auch Einfluss auf die Therapieentscheidungen nehmen. Neue Studien zum Einsatz von Azacitidin bei akuter myeloischer Leukämie und neue Studienergebnisse zu Lenalidomid werden vorgestellt, ebenso wie erste Daten zur mTOR targeted Therapie zur Anwendung bei onkologischen Tumoren, wie Nierenzellkarzinom, Mammakarzinom oder neuroendokrinen Tumoren.
DGHO 2011
DKG-Expertengespräch: Eisenüberladung beim myelodysplastischen Syndrom
Die Eisenüberladung ist eine mögliche Folge des transfusionspflichtigen myelodysplastischen Syndroms. Interdisziplinäre Experten der DKG diskutieren, ob sie tatsächlich ein klinisch relevantes Problem darstellt. Darüber hinaus erörtern sie die möglichen Folgen und die notwendige Diagnostik sowie Verlaufskontrolle. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Gesprächs stellt die Chelattherapie dar.
Eisenchelation verbessert Überleben bei Stammzelltransplantation
Das Überleben von Patienten mit myelodysplastischem Syndrom, die eine Stammzelltransplantation erhalten, wird durch einen hohen Serum-Ferritinspiegel negativ beeinflusst. Eine Eisenchelation verbessert die Chance auf einen Transplantationserfolg.
EBMT 2011


Morbus Castleman
Multizentrischer Morbus Castleman bei HIV-Infektion mit Rituximab behandeln
Bei HIV-infizierten Patienten mit einem multizentrischem Morbus Castleman (MCD) bietet sich eine Therapie mit Rituximab an. Offenbar kann sie das Gesamtüberleben der Betroffenen deutlich verlängern, so Ergebnisse einer retrospektiven Untersuchung.
DGHO 2011



Aktualisiert am: 12.03.12 - 10:44



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