Weitere gastrointestinale Tumoren
Pankreaskarzinom: Kein signifikanter Überlebensvorteil durch neoadjuvante Radiochemotherapie
Die „Erlanger Studie“ prüfte in einem interdisziplinären multizentrischen Ansatz die klinische Relevanz einer neoadjuvanten Radiochemotherapie bei Patienten mit initial resektabel erscheinendem Pankreaskarzinom. Im Ergebnis zeigte sich kein signifikanter Überlebensvorteil durch eine präoperative Behandlung, was aber vor dem Hintergrund der sehr kleinen Studienpopulation gesehen werden muss. DKK 2012
Hautausschlag unter Erlotinib: prädiktiver Marker für längeres Überleben
Erlotinib plus Gemcitabin ist derzeit die einzig zugelassene und in den Leitlinien empfohlene Kombinationstherapie beim metastasierten Pankreaskarzinom. In mehreren Studien hat sich gezeigt, dass das Auftreten eines Rash mit der Wirksamkeit von Erlotinib korreliert.
Interdisziplinäre Fortbildung Pankreaskarzinom
Patienten mit Pankreaskarzinom haben aufgrund der oft späten Diagnose und aggressiven Metastasierung eine sehr schlechte Prognose. Daher ist bei ihnen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der begleitenden Ärzte besonders wichtig. Eine Voraussetzung für die bestmögliche Versorgung des Patienten ist dabei die kontinuierliche Fortbildung zu aktuellen Studien und Entwicklungen. Das Pankreaszentrum am Klinikum der LMU München lud daher vor kurzem klinisch tätige und niedergelassene Kollegen ein, um einen Überblick über neue Erkenntnisse zum Pankreaskarzinom zu geben.
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Rilotumumab in der Firstline beim fortgeschrittenen Magenkarzinoms
In der palliativen Therapie des fortgeschrittenen Magenkarzinoms bringt die Kombination des herkömmlichen ECX-Regimes (Epirubicin, Cisplatin, Capecitabin) mit dem neuen monoklonalen Antikörper Rilotumumab möglicherweise weiteren Benefit für den Patienten. Eine internationale Forschergruppe stellte auf dem diesjährigen ESMO die Ergebnisse einer Phase-II-Studie vor.
ECCO/ESMO 2011
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Catumaxumab: prädiktiver Marker für das Ansprechen bei malignem Aszites
Bei malignem Aszites infolge eines epithelialen Tumors im fortgeschrittenen Stadium trägt Catumaxomab zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Inwieweit der bispezifische und monoklonale Antikörper auch die Prognose beeinflusst und welche Patienten besonders profitieren beschreibt die Langzeitauswertung der Zulassungsstudie. DKK 2012
HER2-positives Magenkarzinom: Trastuzumab plus Chemotherapie ist Standard in der Palliation
Beim Magenkarzinom sollte gemäß der aktuellen S3-Leitlinie vor einer palliativen Chemotherapie der HER2-Status überprüft werden. Denn für Patienten mit HER2-positivem Tumor ist aufgrund der ToGA-Studie die Kombination aus Chemotherapie und Trastuzumab inzwischen Standard. DGVS 2011
Catumaxomab: Lebensqualität und effektive Anwendung im Fokus
Im Herbst wurde eine Reihe neuer Ergebnisse zu Catumaxomab bei malignem Aszites präsentiert, unter anderem zu Lebensqualität und Symptomverbesserung sowie zur verkürzten Infusionsdauer. Auch zu EpCAM als Zielstruktur für therapeutische Ansätze gibt es neue Daten. ESMO 2011
Prof. Bokemeyer: Catumaxomab bei malignem Aszites
Catumaxomab erhält die Lebensqualität fast doppelt so lange wie die alleinige Aszitespunktion und verhilft zu größerer Beschwerdefreiheit, so das Ergebnis einer Patientenbefragung. Weitere Studien untersuchten den prädiktiven Wert der EpCAM-Struktur, mögliche Wechselwirkungen zwischen Chemotherapie und Catumaxomab sowie den Einsatz von Catumaxomab im perioperativen Setting. Prof. Bokemeyer kommentiert die aktuellen Daten. DGHO 2011
Rilotumumab in der Firstline beim fortgeschrittenen Magenkarzinoms
In der palliativen Therapie des fortgeschrittenen Magenkarzinoms bringt die Kombination des herkömmlichen ECX-Regimes (Epirubicin, Cisplatin, Capecitabin) mit dem neuen monoklonalen Antikörper Rilotumumab möglicherweise weiteren Benefit für den Patienten. Eine internationale Forschergruppe stellte auf dem diesjährigen ESMO die Ergebnisse einer Phase-II-Studie vor.
ECCO/ESMO 2011
Mindestmengen verbessern das klinische Outcome von Ösophagektomien
Krankenhäuser, die eine große Zahl sehr ähnlicher Eingriffe vornehmen, kommen aufgrund der Routine postoperativ zu besseren Ergebnissen – so die Annahme. Ob und inwieweit Patienten tatsächlich von der chirurgischen Erfahrung profitieren, konnte jetzt eine Forschergruppe aus den Niederlanden für Magen- und Speiseröhrenkrebs zeigen. ECCO/ESMO 2011
PD Dr. Florian Lordick zum Magenkarzinom:
„Die alleinige Chirurgie des lokal fortgeschrittenen Magenkarzinoms ist kein adäquater Standard mehr“ WCGIC 2011
Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom profitieren von Second-Line-Chemotherapie
Einer aktuellen, auf dem ASCO 2011 vorgestellten koreanischen Studie zufolge kann eine Second-Line-Chemotherapie mit Docetaxel oder Irinotecan kombiniert mit Best Supportive Care das Gesamtüberleben bei fortgeschrittenem Magenkarzinom verlängern. Damit stände eine nachweislich effektive Therapie für diese Patientengruppe zur Verfügung. ASCO 2011
Längeres krankheitsfreies Überleben bei Magenkarzinom durch XELOX
Eine adjuvante Behandlung mit Capecitabin und Oxaliplatin (XELOX) kann bei Magenkarzinom das krankheitsfreie Überleben erhöhen, wie die asiatische CLASSIC-Studie belegt, die auf dem ASCO 2011 präsentiert wurde. Im asiatischen Raum kann sich daraus ein neuer Therapiestandard entwickeln. In Europa kommt diese Behandlung wahrscheinlich für ausgewählte Patienten infrage. ASCO 2011
Maligner Aszites: Wie effektiv ist dieTherapie mit Catumaxomab? Biomarker signalisiert Vorteil im Gesamtüberleben
Der trifunktionale Antikörper Catumaxomab verlängert das punktionsfreie Überleben von Patienten mit malignem Aszites um das 4,2fache gegenüber Parazentese. Das Follow-up der Zulassungsstudie belegt ein signifikant längeres Gesamtüberleben bei Catumaxomab-behandelten Patienten, das zudem mit einer höheren relativen Lymphozytenzahl korreliert. Die Lebensqualität war an Tag 30 nach Catumaxomab-Gabe höher als in der Parazentese-Gruppe. ASCO 2011
Catumaxomab bei Malignem Aszites
Prof. Bokemeyer stellt auf dem ASCO präsentierte neue Daten zu Catumaxomab vor, unter anderem aktualisierte Ergebnisse der Zulassungsstudie zum Gesamtüberleben, zur Auswahl des geeigneten Patienten für die Catumaxomab-Therapie und zur Studien zur immunologischen Reaktion auf den Antikörper. ASCO 2011
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Sorafenib in der Therapie des fortgeschrittenen Nieren- und Leberzellkarzinoms
Anlässlich des Deutschen Krebskongresses veranstaltete das Pharma-Unternehmen Bayer ein Satellitensymposium, um einerseits einen aktuellen Überblick zur Therapie des Nieren- und Leberzellkarzinoms mit Sorafenib (Nexavar®) zu geben und andererseits einen Ausblick zu Pipeline-Substanzen in der Onkologie bei Bayer zu gewähren. DKK 2012
Sunitinib bei fortgeschrittenem HCC ohne Vorteil
Den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge, die auf dem ASCO-Kongress 2011 präsentiert wurde, ist die primäre Gabe von Sunitinib bei Patienten mit inoperablem und interventionell nicht behandelbarem fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinom nicht sinnvoll. Im Vergleich mit Sorafenib zeigte Sunitinib kein besseres Gesamtüberleben. ASCO 2011
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Gastrointestinale Stromatumoren (GIST)
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GIST: Signifikant längeres Überleben nach dreijähriger adjuvanter Imatinib-Therapie
Auf dem ASCO 2011 wurden die überzeugenden Ergebnisse der SSGXVIII-Studie als Late Breaking Abstract Nr. 1 präsentiert. Demnach erhöht eine dreijährige adjuvante Imatinib-Therapie bei GIST-Patienten mit hohem Rückfallrisiko das rezidivfreie und das Gesamtüberleben signifikant besser als eine einjährige Therapie. Im Interview setzt sich PD Dr. Reichhardt, ein Mitautor der Studie, unter anderem zu den Auswirkungen dieser Studienergebnisse auf die Praxis auseinander. ASCO 2011
Besseres Überleben nach drei Jahren adjuvanter Imatinib-Therapie bei Hochrisiko-Patienten mit GIST
Bei GIST-Patienten mit hohem Rezidivrisiko wirkt sich eine dreijährige Behandlung deutlich besser aus als eine einjährige adjuvante Imatinib-Therapie. Das zeigten Ergebnisse der SSGXVIII-Studie, die auf dem ASCO-Kongress 2011 vorgestellt wurde. Somit wird eine dreijährige Therapie bei Hochrisiko-Patienten der künftige Therapiestandard sein. ASCO 2011
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mTOR-Inhibitor Afinitor® (Everolimus) erhält EU-Zulassung
Für fortgeschrittene pankreatische Neuroendokrine Tumoren (NET) waren die Therapieoptionen bislang begrenzt. Nun steht europaweit der oral verfügbare mTOR-Inhibitor Everolimus zur Behandlung erwachsener Patienten mit inoperablen oder metastasierten, gut oder mäßig differenzierten NET pankreatischen Ursprungs mit progressiver Erkrankung zur Verfügung. Basis für die Zulassung sind die Ergebnisse der plazebokontrollierten Phase-III-Studie RADIANT-3.
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Expertenrunde: Gastrointestinale Tumoren
Anlässlich der Jahrestagung der DGHO gibt die Expertenrunde einen Überblick über therapeutische Standards und neue Behandlungsansätze für sämtliche Tumoren des Gastrointestinaltrakts. Im Vordergrund stehen dabei intensivierte neoadjuvante Ansätze und sequenzielle Konzepte, die die Prognose im fortgeschrittenen Stadium verbessern können. Ein weiteres Thema ist der potenzielle Stellenwert verschiedener Tumormarker hinsichtlich Therapieansprechen und Stratifizierung im Rahmen klinischer Studien. DGHO 2011
DGVS 2011: Breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Fortschritten
Prof. Thomas Seufferlein (Halle) berichtet über neue Therapeutika bei Hepatitis C, die zur Vermeidung von Leberzellkarzinomen beitragen sowie über die Prävention von Kolonkarzinomen bei Risikopatienten. Wichtige Themen waren auch neue diagnostische Verfahren bei Darmkrebs und beim Ösophaguskarzinom sowie die Systemtherapie des Magenkarzinoms. Der interdisziplinäre Austausch sei besonders wichtig, um schonende und effektive Behandlungsmethoden für die Patienten zu entwickeln. DGVS 2011
Resümee des Kongresspräsidenten zur 66. Jahrestagung der DGVS
Die diesjährige Tagung der DGVS stand ganz im Zeichen der multidisziplinären Zusammenarbeit, so das Fazit des Kongresspräsidenten Prof. Peter Malfertheiner (Magdeburg). Dieser Ansatz nehme gerade bei der Behandlung onkologischer Erkrankungen einen bedeutenden Stellenwert ein. DGVS 2011
DGVS 2011: Wichtiges Forum für interdisziplinären Austausch
DGVS-Präsident Prof. Markus Lerch (Greifswald) erläutert anlässlich der Jahrestagung in Leipzig Aufgaben und Ziele der Fachgesellschaft. Da die Tätigkeit der Gastroenterologen etwa zur Hälfte Krebspatienten betrifft, nehmen Forschung und Behandlung onkologischer Erkrankungen einen besonderen Stellenwert ein. Die unverzichtbare interdisziplinäre Ausrichtung der DGVS spiegelt sich auch laut Prof. Lerch im Kongressprogramm wider. DGVS 2011
Expertenrunde Gastrointestinale Tumoren
Die ASCO 2011-Expertenrunde zu den gastrointestinalen Tumoren geht auf aktuelle Erkenntnisse zur Therapie des Magen-, Pankreas-, Gallenwegs- und Rektumkarzinom ein. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Diskussion ist die Imatinib-Therapie bei GIST. Daneben werden u.a. die Therapie bei NET des Pankreas, aber auch die Bedeutung von Biomarker für Prognose und Therapie einiger Krebserkrankungen angesprochen. ASCO 2011
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Aktualisiert am: 16.04.12 - 17:08
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Mitgliederzeitschrift der DKG. Im Fokus: Komplementäre Onkologie - Definition und aktuelle Erkenntnisse.
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