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Non-Hodgkin-Lymphome


Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome
Brentuximab Vedotin: Neue Therapieoption bei sALCL?
Das Antikörper-Konjugat Brentuximab Vedotin kann bei Patienten mit rezidiviertem oder therapierefraktärem systemischen anaplastischen großzelligen Lymphom (sALCL) zu einer anhaltenden kompletten Remission und einem längeren progressionsfreien Überleben führen. Das zeigten Studienergebnisse, die auf dem ASH-Meeting 2011 vorgestellt wurden. ASH 2011
Mit Blinatumomab gegen aggressive Lymphome
Der bispezifische Antikörper Blinatumomab zeigt bei aggressiven Lymphomen gute Wirkung, wie erste Ergebnisse einer Phase-I-Studie belegen. Die Substanz führt zu einem lang anhaltenden Ansprechen und ist mit einem günstigen Nutzen-Risiko-Profil verbunden.
DGHO 2011
Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom: Neue Therapie-Optionen nicht unbedingt besser
In einer randomisierten Studie zur Initialtherapie beim DLBCL erwies sich das Therrapieschema R-CHOP 14 nicht als überlegen gegenüber dem Standard R-CHOP 21 (Cunningham, ASCO 2011).
Bei rezidiviertem oder refraktärem DLBCL zeigten sich in einer randomisierten Vergleichsstudie die Therapieschemata R-ICE und R-DHAP als gleich wirksam. Nach autologer Stammzelltransplantation (ASCT) bei den Respondern wurde wiederum randomisiert die Hälfte der Patienten mit Rituximab nachbehandelt, die anderen nur beobachtet. Die Therapie mit Rituximab brachte nach vier Jahren keine Vorteile. (Gisselbrecht, ICML 2011).
EHA 2011 / ICML 2011


Indolente Non-Hodgkin-Lymphome
Radioimmunotherapie bei FL mit Rituximab-Induktion vergleichbar
Patienten mit einem fortgeschrittenen follikulären Lymphom (FL) können sowohl von einer Rituximab-Induktionstherapie als auch von einer Radioimmunotherapie profitieren. Beide Therapiestrategien verlängern progressionsfreies und Gesamtüberleben in ähnlicher Weise, so aktuelle Studienergebnisse.
ASH 2011
Btk-Inhibitor PCI-32765 mit guten Ergebnissen bei CLL/SLL
Der Inhibitor der Bruton-Tyrosinkinase PCI-32765 kann bei Patienten mit CLL/SLL-Rezidiv oder fehlender Wirksamkeit einer Therapie das 6-monatige progressionsfreie Überleben verbessern.
ASH 2011
Follikuläres Lymphom mit geringer Tumorlast: Rituximab-Erhaltungstherapie ohne zusätzlichen Nutzen
Einer auf dem ASH-Meeting 2011 präsentierten Studie zufolge ist eine intermittierende Rituximab-Therapie ähnlich wirksam wie eine kontinuierliche Rituximab-Therapie. An der Studie hatten über 250 Patienten mit follikulärem Lymphom und geringer Tumorlast teilgenommen. Weder unterschieden sich die Zeit bis zum Therapieversagen noch die Zeit bis zum Beginn einer zytotoxischen Therapie signifikant.
ASH 2011
Interferon-alpha als alternative Therapie beim follikulären Lymphom möglich
Interferon-alpha spielt in der Erhaltungstherapie beim follikulären Lymphom offenbar nach wie vor eine Rolle. Obschon es nicht als Therapie der ersten Wahl gilt, könnte Interferon eingesetzt werden, wenn eine Rituximab-Erhaltungstherapie nicht möglich ist, so Ergebnisse einer retrospektiven Analyse.
DGHO 2011
Morbus Waldenström und verwandte Erkrankungen: Fludarabin erweist sich in einer großen randomisierten Phase-III-Studie als überlegen gegenüber Chlorambucil
Als First Line-Therapie für die seltenen Erkrankungen Morbus Waldenström (WM), MZL und LPL werden gewöhnlich entweder Chlorambucil oder Fludarabin eingesetzt. Eine große, randomisierte Phase-III-Studie mit 414 ausgewerteten Patienten zeigt im direkten Vergleich eine statistisch signifikant überlegene Wirksamkeit von Fludarabin.
EHA 2011 / ICML 2011
Therapie des follikulären Lymphoms: Niedrigere Strahlendosen bei lokalisierter Erkrankung reichen aus – bei fortgeschrittener Erkrankung ist R-CHOP besser wirksam als R-CVP und verträglicher als R-FM
In einer randomisierten Studie (Hoskin, ICML 2011) zur Bestrahlung beim lokalisierten NHL erwies sich die verminderte Strahlendosis als gleich wirksam mit weniger Nebenwirkungen. In der Therapie des fortgeschrittenen follikulären Lymphoms zeigte eine weitere Studie (Federico, ICML 2011), dass eine Kombination von Rituximab mit dem CHOP-Schema bessere Ergebnisse erzielt als die Kombination Rituximab-CVP. Die Kombination Rituximab-FM war gleich wirksam wie R-CHOP, jedoch weniger gut verträglich.
EHA 2011 / ICML 2011


Chronische lymphatische Leukämie
Interessante Trends aus Phase I/II Studien beim ASCO bestätigt
Obwohl der ASCO nicht die zentrale Plattform für die Präsentation von Forschungsergebnissen zu hämatoonkologischen Tumoren ist, gab es doch einige interessante Ergänzungen aus Phase I/II Studien mit Tyrosinkinase-Inhibitoren, wie Prof. Hallek im Gespräch reflektiert.
ASCO 2011
Interview mit Prof. Dr. Hallek, Köln: Therapie-Ausblick chronische lymphatische Leukämie
Interview anlässlich des ASH 2010 mit Prof. Michael Hallek, Universitätsklinik Köln, der einen Einblick in gegenwärtige und zukünftige Studien der deutschen CLL-Studiengruppe gewährt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die CLL-Therapie von komborbiden Patienten gelegt.
CLL11-Studie: Rekrutierung läuft
In der CLL11-Studie der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG), für die derzeit die Rekrutierung läuft, soll geprüft werden, ob sich die Chemotherapie durch die zusätzliche Gabe eines anti-CD20-Antikörpers auch bei älteren CLL-Patienten mit Komorbidität optimieren lässt. Behandelt wird nicht nur mit Rituximab, sondern im Head-to-Head-Vergleich auch mit dem neuen GA101. Ziel ist es, das Überleben zu verlängern.


Mantelzell-Lymphome
Mantelzell-Lymphom: Erhaltungstherapie mit Rituximab effektiv
Ältere Patienten mit Mantelzell-Lymphom profitieren nach R-CHOP-Induktion von einer Erhaltungstherapie mit Rituximab. Unter einer solchen Therapie ist die Remissionsdauer offenbar länger als unter der Erhaltung mit Interferon-alpha.
DGHO 2011
Rituximab: neuer Standard in der Erhaltungstherapie des Mantelzell-Lymphoms
Die Standardtherapie des Mantelzell-Lymphoms bei älteren Patienten führt zur Remission, diese ist jedoch ohne weitere Erhaltung von kurzer Dauer. Zur Erhaltungstherapie wird bisher alpha-Interferon empfohlen, dies ist jedoch mit schweren Nebenwirkungen verbunden. Die European MCL Elderly-Studie untersuchte nun eine Erhaltungstherapie mit Rituximab. Rituximab verlängerte signifikant die Remissionsphase und sollte ab jetzt als neuer Standard gelten.
EHA 2011 / ICML 2011


Diverses
Behandlung von ZNS-Manifestationen bei ALL und Lymphomen
Das Auftreten einer Meningeosis neoplastica ist bei Lymhomen und Leukämien – sowohl bei Primärdiagnose als auch im Rezidiv – mit einer schlechten Prognose und einem schlechten Behandlungsergebnis der Grunderkrankung verbunden. Diagnose und Management stellen daher eine Herausforderung in der Hämatologie dar. Experte Prof. Dr. Dieter Hoelzer, Frankfurt, erläutert im Interview die aktuellen Strategien zur Vorbeugung und Behandlung von Meningeosis neoplastica und gibt einen Einblick in aktuelle Studienergebnisse mit liposomalem Cytarabin, das eine effektive und patientenfreundliche Therapieoption darstellt.


Videos
Bedeutung von Bendamustin in der Therapie der CLL steigt
Prof. Wolfgang Knauf, Frankfurt a.M., beleuchtet die derzeitigen Therapieoptionen in der Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie. Aufgrund des häufig schon fortgeschrittenen Alters von Patienten mit CLL und den damit verbundenen Komorbiditäten spielt das Nebenwirkungsprofil der Therapeutika eine große Rolle. Bendamustin hat sich hier als nebenwirkungsarm und in ersten Studien gegenüber Chlorambucil im progressionsfreien Überleben als wirksamer erwiesen. Weitere Studienergebnisse zu Bendamustin werden erwartet.
DKK 2012
Bendamustin als Kombinationspartner für zielgerichtete Therapien
Die Bedeutung von Bendamustin in der Therapie maligner Lymphome hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Aufgrund des guten Verträglichkeitsprofils – keine Alopezie, geringe Rate an peripheren Neuropathien, kein Einfluss auf die Nierenfunktion – wurde Bendamustin zu Beginn besonders bei älteren und komorbiden Patienten eingesetzt. Neuere Studiendaten – insbesondere in Kombination mit Rituximab -zeigen jedoch, dass Bendamustin-basierte Therapien nicht nur sehr gut verträglich, sondern auch äußerst effektiv sind. Inzwischen wird Bendamustin in eine Vielzahl von Studienkonzepte bei unterschiedlichen Lymphomentitäten eingebunden und die Substanz wird auch zunehmend als Kombinationspartner für neue Substanzen evaluiert, wie aktuelle Daten vom Jahreskongress der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) vom 10.-13. Dezember 2011 zeigen, die Prof. Dreyling im Interview vorstellt.
ASH 2011
Neue Entwicklungen und aktuelle Therapiestandards
Direkt vom diesjährigen ASH 2011 berichtet die Expertenrunde über neue Ergebnisse beim Multiplem Myeloms und bei Lymphomen. Zur Sprache kommen aktuelle Studien, die neue Substanzen wie z.B. Elotuzumab, Carfilzomib, Pomalidomid oder Brentuximab-Vedotin einbinden. Die Experten kommentieren zudem unter anderem Daten zur Umgehung von Resistenzmechanismen, erörtern mögliche Therapieanpassungen bei älteren Patienten und geben einen Ausblick auf einen ersten oralen Proteasominihibtor.
ASH 2011



Aktualisiert am: 02.03.12 - 15:38



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