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Multiples Myelom


Diagnostik
Molekulare Diagnostik: Prädiktiver Wert von Chromosomenanomalien
In der Diagnostik des Multiplen Myelom gewinnt die FISH-basierte Aberrationsanalyse immer größeren Stellenwert und scheint prognostisch zuverlässiger als die alleinige Bewertung nach dem ISS-Score zu sein. Zytogenetische Techniken eröffnen somit Möglichkeiten zum risikoadaptierten Management der Erkrankung.
ASH 2011
Analyse der Genexpression beim Multiplen Myelom
Das Multiple Myelom ist auf molekularer Ebene sehr heterogen, was zu großen Unterschieden hinsichtlich der Lebenserwartung der einzelnen Patienten führt. Über Genexpressionsanalysen lassen sich die verschiedenen Myelomtypen kategorisieren und in Zukunft möglicherweise individuell behandeln.
DGHO 2011
PET/CT detektiert nach Stammzelltransplantation minimale Erkrankungsherde als Risikofaktoren für Überleben
Zur weiteren Prognose beim multiplen Myelom ist es wichtig, nach der Stammzelltransplantation auch Minimal Residual Disease zu erkennen. Neue Daten zeigen, dass der Nachweis von 18F-FDG-Anreicherungen mittels PET/CT prognostisch relevante Informationen für PFS und OS liefern kann.
EHA 2011


Therapie allgemein
Therapie des multiplen Myeloms macht weiter Fortschritte
Patienten mit multiplem Myelom profitieren erheblich von neuen Therapieoptionen, so der Tenor auf einem Satellitensymposium im Rahmen des DKK 2012. Sowohl in der Primär- als auch in der Rezidivtherapie können diese Überlebensvorteile gegenüber bisherigen Therapieoptionen erreicht werden: So erhöht Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason in der Rezidivtherapie gegenüber Placebo/Dexamethason signifikant das Gesamtüberleben. In der Primärtherapie kann eine Lenalidomid-Erhaltungstherapie im Anschluss an eine Induktionstherapie mit MPR signifikant das Progressionsrisiko reduzieren und die rezidivfreie Überlebenszeit signifikant verlängern.
DKK 2012


Primärtherapie
Nicht transplantierbare MM-Patienten: Primärtherapie mit Lenalidomid
Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom, die für eine Transplantation nicht geeignet sind, können unter einer Lenalidomid-haltigen Induktionstherapie gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Lenalidomid, ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben vs. MP erreichen. Dieses Ergebnis und weitere Erkenntnisse der MM-015-Studie wurden auf dem ASH 2011 präsentiert. Zu ihrem Stellenwert äußerte sich Prof. Dr. Hermann Einsele von der Universität Würzburg im Interview.
Induktion und Erhaltung mit Lenalidomid verlängert PFS bei älteren Patienten
Patienten zwischen 65 und 75 Jahren mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom, die für eine Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, können offenbar sowohl von einer Induktions- als auch insbesondere von einer Erhaltungstherapie mit Lenalidomid profitieren. Einer aktuellen Studie zufolge nimmt das progressionsfreie Überleben hochsignifikant zu. Allerdings steigt dabei das Risiko für hämatologische Zweittumoren an.
ASH 2011
Vielversprechende Ergebnisse der Carfilzomib-Kombination
Carfilzomib in Kombination mit Thalidomid und Dexamethason führt als Induktions- und Erhaltungstherapie nach HDM/ASCT beim Multiplen Myelom (MM) offenbar zu einer guten Response, wie erste Ergebnisse der CARTHADEX-Studie zeigen.
ASH 2011
Multiples Myelom: Bortezomib, Bendamust und Prednison bei Nierenversagen
Bei vielen Patienten liegt bei der Erstdiagnose des Multiplen Myeloms krankheitsbedingt bereits ein Nierenversagen vor. Inwieweit das Therapieschema Bortezomib-Bendamustin-Prednison auch auf diese Patienten anwendbar ist, konnte eine Studie jetzt zeigen.
DGHO 2011
Myeloma IX Studie: Zoledronsäure verlängert Gesamtüberleben
Highlight des Freiburger Myelom-Workshops waren die aktuellen Ergebnisse der Myeloma IX Studie, die ein verlängertes Gesamtüberleben bei Therapie mit intravenöser Zoledronsäure im Vergleich zur oralen Gabe von Clodronsäure zeigen. Ob diese und weitere neue Erkenntnisse bald zu Veränderungen in den geltenden Therapieempfehlungen führen könnten, wurde von den Experten diskutiert.
Freiburger Myelom Workshop 2011
Nutzen von Bortezomid beim multiplen Myelom mit FISH-detektierter Chromosomendeletion del17p13
Eine Subgruppenanalyse der HOVON-65/GMMG-HD4-Studie stellte fest, dass die Aberrationen t(4;14), del13q14, del17p13 und gain1q21 mit signifikant schlechterem PFS und OS assoziiert waren. Patienten mit del17p13 profitierten dabei besonders von einer Therapie mit Bortezomid.
EHA 2011
Besseres PFS unter Hochdosistherapie
Neue Substanzen mit hohen Remissionsraten stellen die Rolle der Hochdosistherapie (HDT) mit Stammzellunterstützung in Frage. Eine neue Studie zeigte, dass die HDT zwar mit mehr Nebenwirkungen verbunden ist, aber einen signifikanten, progressionsfreien Überlebensvorteil (PFS) für MM-Patienten bringen kann.
ASCO 2011, EHA 2011
Myeloma IX-Studie: Längeres Gesamtüberleben mit Zoledronat
Auf dem diesjährigen 3. Heidelberger Myelom-Workshop wurden die aktuellen Erkenntnisse der European Myeloma Conference in Paris zum Multiplen Myelom aufgegriffen und  Konsequenzen für die onkologische Versorgung in Deutschland diskutiert. Dabei lag ein Fokus auf der Bisphosphonattherapie. So ließen sich in der Myeloma IX-Studie für Zoledronat nicht nur ein wirksamer Knochenschutz, sondern auch eine Verlängerung des Gesamtüberlebens von 5,5 Monaten versus einem anderen Bisphosphonat nachweisen. Diese Ergebnisse könnten zukünftig die Therapieempfehlungen beeinflussen.
Myelom-Workshop 2011


Rezidivtherapie
Elotuzumab: Hohe objektive Ansprechraten bei guter Verträglichkeit
Einer Phase-II-Studie zufolge führt Elotuzumab in Kombination mit Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason beim fortgeschrittenen Multiplen Myelom zu hohen objektiven Ansprechraten. Mit entsprechender Prämedikation lassen sich zudem unerwünschte Nebenwirkungen weitgehend vermeiden, wie eine internationale Forschergruppe auf dem ASH 2011 darlegte.
ASH 2011


Videos
Neue Therapieoptionen für einen heterogenen Tumor
Die Keynote Lecture zum Multiplen Myelom auf dem DKK 2012 hielt Prof. Einsele, Leiter der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM). Im Interview spricht er über neue Erkenntnisse zur Tumorbiologie sowie daraus erwachsende therapeutische und prognostische Konsequenzen.
DKK 2012
 

 
Anhaltender Überlebensvorteil durch Bortezomib
Dr. Hans Salwender kommentiert aktuelle Daten aus der 5-Jahres-Nachbeobachtung der VISTA-Studie zum Einsatz der Kombination Bortezomib, Predenison und Melphalan beim multiplen Myelom. Der Überlebensvorteil, der sich bereits in den ersten Analysen gezeigt hatte, konnte auch in der Langzeitauswertung bestätigt werden. Dr. Salwender hebt hervor, dass die Lebensverlängerung von rund einem Jahr auch für ältere Patienten gilt. Folgerichtig bezeichnet er das VMP-Schema als Standard für die Erstlinie beim multiplen Myelom.
DKK 2012
Bendamustin als Kombinationspartner für zielgerichtete Therapien
Die Bedeutung von Bendamustin in der Therapie maligner Lymphome hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Aufgrund des guten Verträglichkeitsprofils – keine Alopezie, geringe Rate an peripheren Neuropathien, kein Einfluss auf die Nierenfunktion – wurde Bendamustin zu Beginn besonders bei älteren und komorbiden Patienten eingesetzt. Neuere Studiendaten – insbesondere in Kombination mit Rituximab -zeigen jedoch, dass Bendamustin-basierte Therapien nicht nur sehr gut verträglich, sondern auch äußerst effektiv sind. Inzwischen wird Bendamustin in eine Vielzahl von Studienkonzepte bei unterschiedlichen Lymphomentitäten eingebunden und die Substanz wird auch zunehmend als Kombinationspartner für neue Substanzen evaluiert, wie aktuelle Daten vom Jahreskongress der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) vom 10.-13. Dezember 2011 zeigen, die Prof. Dreyling im Interview vorstellt.
ASH 2011
Neue Entwicklungen und aktuelle Therapiestandards
Direkt vom diesjährigen ASH 2011 berichtet die Expertenrunde über neue Ergebnisse beim Multiplem Myeloms und bei Lymphomen. Zur Sprache kommen aktuelle Studien, die neue Substanzen wie z.B. Elotuzumab, Carfilzomib, Pomalidomid oder Brentuximab-Vedotin einbinden. Die Experten kommentieren zudem unter anderem Daten zur Umgehung von Resistenzmechanismen, erörtern mögliche Therapieanpassungen bei älteren Patienten und geben einen Ausblick auf einen ersten oralen Proteasominihibtor.
ASH 2011
Prof. Goldschmidt: Multiples Myelom - Neue Substanzen verbessern das Outcome
Prof. Hartmut Goldschmidt, Heidelberg, fasst die aktuelle Datenlage zusammen. Nachdem das Multiple Myelom zunehmend bereits frühzeitig diagnostiziert wird, stellt sich die Frage nach dem optimalen Therapiebeginn. Neue Substanzen wie Lenalidomid, Thalidomid und Bortezomib sind mittlerweile fester Bestandteil der therapeutischen Strategie. Kombiniert mit herkömmlichen Medikamenten induzieren sie vielfach tiefere Remissionen und längere Progressionsfreiheit als die Monotherapie. Mit Zoledronsäure werden neuen Studien zufolge nicht nur Schmerzen gelindert sondern auch eine Überlebensverlängerung erreicht.
DGHO 2011
Expertenrunde: Multiples Myelom
Die Experten schildern aktuelle Studienergebnisse zum Multiplen Myelom im Hinblick auf den klinischen Alltag. Mit der Zulassung von Substanzen wie Bortezomid eröffnen sich auch für Hochrisikopatienten neue therapeutische Alternativen. Zum Standard in der Diagnostik zählt mittlerweile die zytogenetische Analyse, die eine individualisierte Therapie möglich macht. Große Hoffnungen ruhen den Experten zufolge auf neuartigen Proteasom-Inhibitoren, Immunmodulatoren und Antikörpern, die insbesondere in der Rezidivsituation zum Einsatz kommen sollen.
DGHO 2011
Expertenrunde Hämatoonkologie
Auf dem ASCO-Kongress 2011 wurden interessante Studien etwa zur Therapie des multiplen Myeloms, des myelodysplastischen Syndroms oder der myeloproliferativen Neoplasie vorgestellt. Die Teilnehmer der Expertenrunde Hämatoonkologie diskutieren die Ergebnisse und stellen sie ausführlicher vor. So gibt es zur Behandlung des multiplen Myeloms neue Substanzen wie Anti-BAFF-Antikörper, die in Phase-I-Studien überprüft werden. Außerdem beschäftigen sich die Experten mit aktuellen Erkenntnissen in der Therapie der Lymphome und der chronisch myeloischen Leukämie.
ASCO 2011
Wegweisende Forschung beim Multiplen Myelom honoriert
Die Bostoner Gruppe um Kenneth Anderson wurde für ihre Arbeiten in der Tumorzellbiologie mit dem Karnofsky Memorial Award honoriert. Die für die Therapie des Multiplen Myeloms wegweisenden Forschungen ermöglichten die schnelle Zugänglichkeit zu neuen Medikamenten wie Bortezomib oder Lenalidomid. Über diese und weitere Themen zum MM wie den Einsatz von Bisphosphonaten, die Bedeutung der Lebensqualität und Aktuelles zur FISH-Diagnostik berichtet Prof. Goldschmidt.
ASCO 2011



Aktualisiert am: 15.05.12 - 17:58



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