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EHA 2011 & ICML 2011

16th Congress of European Hematology Association & 11th International Conference on Malignant Lymphoma

    

Klinische Praxis mit Nilotinib
Aktuelle Konzepte für die Erstlinientherapie bei CML
Mit der EU-weiten Zulassung von Nilotinib für die Erstlinientherapie von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (Ph+ - CML) in der chronischen Phase haben sich die Therapieoptionen erweitert und verbessert. Mit Nilotinib werden hohe Ansprechraten sowie ein gegenüber Imatinib verlängertes progressionsfreies Überleben erzielt. Damit könnte Nilotinib zum neuen Standard in der Erstlinientherapie der CML werden. Professor Duyster (München) und PD Dr. le Coutre (Berlin) diskutieren die Einbindung in den klinischen Alltag.


Prof. Einsele im Interview
Aktuelle Aspekte zum Multiplen Myelom
Prof. Hermann Einsele, Würzburg, berichtet im Interview über die wichtigsten auf dem EHA in London diskutierten Aspekte zum Multiplen Myelom. So wurden u.a. erste Antworten auf die Frage vorgestellt, ob durch die Entwicklung neuer Substanzen auf Hochdosistherapien und Stammzelltransplantationen verzichtet werden könnte. Weitere Themen waren veränderte Therapieansätze bei älteren Patienten sowie aktuelle Entwicklungen im Bereich Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie.


Interview mit PD Dr. Aristoteles Giagounidis
TPO-Rezeptoragonisten bei Immunthrombozytopenie
Insbesondere für kompliziertere chronische Verläufe einer Immunthrombozytopenie (ITP) stellen die Thrombopoetin (TPO)-Rezeptoragonisten einen deutlichen Fortschritt dar. PD Dr. Giagounidis, Duisburg, sprach mit uns anlässlich des EHA 2011 über die Situation der Patienten vor und nach deren Einführung. Zudem geht er auf die Besonderheiten von Eltrombopag ein.


Prof. Buske zu Highlights von EHA und ICML
Neue Therapieoptionen bei Lymphomen
Prof. Christian Buske, Ulm, stellt im Interview für Patienten aktuelle Daten zur Therapie des Mantelzellymphoms und zur Erhaltungstherapie beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphom vor, sowie erste Daten zu einem experimentellen neuen Therapieansatz beim follikulären Lymphom.



PET/CT detektiert Minimal Residual Disease
PET/CT detektiert nach Stammzelltransplantation minimale Erkrankungsherde als Risikofaktoren für Überleben
Zur weiteren Prognose beim multiplen Myelom ist es wichtig, nach der Stammzelltransplantation auch Minimal Residual Disease zu erkennen. Neue Daten zeigen, dass der Nachweis von 18F-FDG-Anreicherungen mittels PET/CT prognostisch relevante Informationen für PFS und OS liefern kann.


Bortezomid beim multiplen Myelom mit del17p13
Nutzen vom Bortezomid in der Primärtherapie
Eine Subgruppenanalyse der HOVON-65/GMMG-HD4-Studie stellte fest, dass die Aberrationen t(4;14), del13q14, del17p13 und gain1q21 mit signifikant schlechterem PFS und OS assoziiert waren. Patienten mit del17p13 profitierten dabei besonders von einer Therapie mit Bortezomid.


Stammzellunterstützung in der Primärtherapie des Multiplen Myeloms
Hochdosistherapie mit Stammzellunterstützung besseres progressionsfreies Überleben, aber mehr Nebenwirkungen
Neue Substanzen mit hohen Remissionsraten stellen die Rolle der Hochdosistherapie (HDT) mit Stammzellunterstützung in Frage. Eine neue Studie zeigte, dass die HDT zwar mit mehr Nebenwirkungen verbunden ist, aber einen signifikanten, progressionsfreien Überlebensvorteil (PFS) für MM-Patienten bringen kann.


Mantelzell-Lymphom bei älteren Patienten
Rituximab-Erhaltungstherapie als neuer Standard bei Mantelzell-Lymphom
Die Standardtherapie des Mantelzell-Lymphoms bei älteren Patienten führt zur Remission, diese ist jedoch ohne weitere Erhaltung von kurzer Dauer. Zur Erhaltungstherapie wird bisher alpha-Interferon empfohlen, dies ist jedoch mit schweren Nebenwirkungen verbunden. Die European MCL Elderly-Studie untersuchte nun eine Erhaltungstherapie mit Rituximab. Rituximab verlängerte signifikant die Remissionsphase und sollte ab jetzt als neuer Standard gelten.


Brentuximab Vedotin beim Hodgkin-Lymphom
Phase-I-Studie: Brentuximab Vedotin auch bei "pre-ASCT"-Patienten einsetzbar
Bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Hodgkin-Lymphom haben Studien nach erfolgloser autologer Stammtelltransplantation (ASCT) einen Erfolg für Brentuximab Vedotin gezeigt. In zwei Phase-I-Studien wurde die Substanz nun auch bei Patienten angewandt, die für eine ASCT nicht in Frage kamen oder diese ablehnten. Wirksamkeit und Verträglichkeit waren vergleichbar mit dem Einsatz nach ASCT - der Einsatz von Brentuximab Vedotin auch in früheren Krankheitsstadien sollte geprüft werden.


Morbus Waldenström: Fludarabin oder Chlorambucil?
Morbus Waldenström und verwandte Erkrankungen: Fludarabin erweist sich in einer großen randomisierten Phase-III-Studie als überlegen gegenüber Chlorambucil
Als First Line-Therapie für die seltenen Erkrankungen Morbus Waldenström (WM), MZL und LPL werden gewöhnlich entweder Chlorambucil oder Fludarabin eingesetzt. Eine große, randomisierte Phase-III-Studie mit 414 ausgewerteten Patienten zeigt im direkten Vergleich eine statistisch signifikant überlegene Wirksamkeit von Fludarabin.


B-Zell-Lymphome: Therapie
Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom: Neue Therapie-Optionen nicht unbedingt besser
In einer randomisierten Studie zur Initialtherapie beim DLBCL erwies sich das Therrapieschema R-CHOP 14 nicht als überlegen gegenüber dem Standard R-CHOP 21 (Cunningham, ASCO 2011).
Bei rezidiviertem oder refraktärem DLBCL zeigten sich in einer randomisierten Vergleichsstudie die Therapieschemata R-ICE und R-DHAP als gleich wirksam. Nach autologer Stammzelltransplantation (ASCT) bei den Respondern wurde wiederum randomisiert die Hälfte der Patienten mit Rituximab nachbehandelt, die anderen nur beobachtet. Die Therapie mit Rituximab brachte nach vier Jahren keine Vorteile. (Gisselbrecht, ICML 2011).


Therapie des follikulären Lymphoms
Niedrigere Strahlendosen bei lokalisierter Erkrankung reichen aus – bei fortgeschrittener Erkrankung ist R-CHOP besser wirksam als R-CVP und verträglicher als R-FM
In einer randomisierten Studie (Hoskin, ICML 2011) zur Bestrahlung beim lokalisierten NHL erwies sich die verminderte Strahlendosis als gleich wirksam mit weniger Nebenwirkungen. In der Therapie des fortgeschrittenen follikulären Lymphoms zeigte eine weitere Studie (Federico, ICML 2011), dass eine Kombination von Rituximab mit dem CHOP-Schema bessere Ergebnisse erzielt als die Kombination Rituximab-CVP. Die Kombination Rituximab-FM war gleich wirksam wie R-CHOP, jedoch weniger gut verträglich.


Aktuelles zur Hämatoonkologie vom ASCO 2011
Expertenrunde Hämatoonkologie mit Prof. Hofmann (Mannheim) und Prof. Niederwieser (Leipzig) [mehr...]

Prof. Hallek im Interview zu Phase I/II Studien mit Tyrosinkinase-Inhibitoren bei der chronisch lymphatischen Leukämie [mehr...]

Prof. Goldschmidt im Interview zur neuen Forschungsergebnissen beim Multiplen Myelom [mehr...]




Aktualisiert am: 20.01.12 - 18:35



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