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ECCO / ESMO 2011

17th ECCO - ESMO Multidisciplinary Congress


Prof. Harbeck im Interview
Metastasiertes Mammakarzinom
Prof. Nadia Harbeck erläutert und wertet die Ergebnisse von Evirolimus aus der BOLERO-2 Studie, in der der mTOR-Inhibitor in Kombination mit Exemestan nach Versagen einer Therapie mit nicht-steroidalen Aromatasehemmern eingesetzt wurde. Außerdem werden aktuelle Daten zu T-DM1 vorgestellt.


Maligner Aszites
Catumaxomab: Lebensqualität und effektive Anwendung im Fokus
Auf dem ESMO 2011 wurde eine Reihe neuer Ergebnisse zu Catumaxomab bei malignem Aszites präsentiert, unter anderem zu Lebensqualität und Symptomverbesserung sowie zur verkürzten Infusionsdauer. Auch zu EpCAM als Zielstruktur für therapeutische Ansätze gibt es neue Daten.


Metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom
Radium-223-Chlorid: Signifikante Überlebensverlängerung bei mCRPC-Patienten mit Knochenmetastasen
Aufgrund der guten Ergebnisse bei der geplanten Zwischenanalyse kann die Phase-III-Studie ALSYMPCA vorzeitig beendet werden: Radium-223-Chlorid verlängerte das Überleben von mCRPC-Patienten mit Knochenmetastasen signifikant.


Lungenkarzinom
AVAPERL-Studie: Erhaltungstherapie mit Bevacizumab und Pemetrexed
In der laufenden Phase-III-Studie AVAPERL wird Bevacizumab in der First-Line-Therapie des fortgeschrittenen, metastasierten oder rezidivierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC, nicht Plattenepithelkarzinom) mit Cisplatin/Pemetrexed kombiniert und nach Abschluss der Chemotherapie als Erhaltungstherapie allein oder in Kombination mit Pemetrexed gegeben. Beim ECCO 2011 wurden Ergebnisse vorgestellt, die ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben für die kombinierte Erhaltungstherapie zeigen.
PI-3-Kinase-Hemmung - ein neuer Ansatz bei NSCLC
Eine potenziell neue Zielstruktur in der Krebstherapie sind die an der Zellregulation beteiligten PI3-Kinasen, die bei vielen Tumorerkrankungen mutiert vorliegen. In präklinischen Studien wurden mit eigens entwickelten PI3-Hemmern viel versprechende Ergebnisse erzielt. Nun liegen die Daten einer ersten klinischen Phase-I-Studie mit dem Hemmstoff GDC-0941 bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC vor.
Prädiktiver molekularer Test für Cetuximab
Mit einem prädikitven molekularen Test konnten Patienten selektioniert werden, die von einer zusätzlichen Cetuximab-Gabe in der First-Line-Therapie des fortgeschrittenen NSCLC unabhängig von der sonstigen Tumorhistologie profitieren. Dies ergab eine retrospektive Analyse der Phase-III-Studie FLEX.
Erste randomisierte Studie mit dem PARP-Inhibitor Iniparib
PARP-Inhibitoren sind eine mögliche neue Substanzklasse in der Onkologie. Die Ergebnisse der ersten randomisierten Studie zum Einsatz des neuen PARP-Hemmers Iniparib bei Lungenkarzinom wurden beim ECCO 2011 vorgestellt, sind aber eher enttäuschend. Bisher wurde der PARP-Inhibitor vor allem bei Mammakarzinom untersucht.
Biomarker-Studie zu Bevacizumab bei fortgeschrittenem NSCLC
Beim 16. ECCO (European multidisciplinary Cancer Congress) in Stockholm 2011 wurde eine ausschließliche Biomarker-Studie zur Wirksamkeit des Angiogenese-Hemmers Bevacizumab in der Therapie des fortgeschrittenen NSCLC präsentiert.


Mammakarzinom
T-DM1 weiter auf gutem Weg
Ergebnisse zu T-DM1 vom ESMO 2011 bestätigen das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat als vielversprechende Option beim metastasierten, HER2-positivem Mammakarzinom. Daten einer Phase-II-Studie zeigen eine signifikante PFS-Verbesserung im Vergleich zu Trastuzumab+Docetaxel bei deutlich besserer Verträglichkeit.
Signifikanter Überlebensvorteil von Letrozol gegenüber Tamoxifen nach 8 Jahren Follow-up
Auf dem ESMO präsentierte Effektivitätsdaten der BIG-1-98-Studie nach 8 Jahren Follow-up bestätigen den Vorteil einer adjuvanten endokrinen Therapie mit Letrozol gegenüber Tamoxifen, der sich nun auch in einer signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens ausdrückt.
mTOR-Inhibitoren überwinden endokrine Resistenz
Auf dem ECCO/ESMO präsentierte Studien zeigen, dass mTOR-Hemmer in der Lage zu sein scheinen, erworbene Resistenzen auf endokrine Therapien zu durchbrechen. Dies gilt sowohl für Kombinationen mit Tamoxifen als auch mit Exemestan.
OSNA: Molekulare Detektion von Lymphknotenmetastasen
Auf dem ESMO 2011 wurden Daten zur OSNA-Analyse vorgestellt. Dieses neue Verfahren zur intraoperativen Detektion von Lymphknoten- und Mikrometastasen beim Mammakarzinom weist intraoperativ mit hoher Sensitivität Makro- und Mikrometastasen anhand der Amplifikation der mRNA von CK19 nach.
Langzeitdaten zu Trastuzumab-Maintenance
Eine kleine Gruppe von Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom profitieren von einer Trastuzumab-Maintenance durch langfristige Komplettremissionen. Eine auf dem ESMO 2011 vorgestellte retrospektive Analyse versuchte nun, Charakteristika dieser Patientinnen zu definieren.


Gastrointestinale Tumoren
Zentralisierung und Outcome beim Ösophagus- und Magenkarzinom
Fallzahlen haben einen erheblichen Einfluss auf die postoperative Mortalitätsrate und Überlebensprognose der Patienten, wie eine Forschergruppe aus den Niederlanden für Ösophagektomien und Gastrektomien zeigen konnte.
Systemische Therapie mit Rilotumumab beim fortgeschrittenen Magenkarzinom
Bei fortgeschrittenen Adenokarzinomen des Magens und des ösophago-gastralen Übergangs stellt die Dreierkombination aus Epirubicin, Cisplatin und Capecitabin (ECX) eine der bislang möglichen Therapieoptionen dar. Im Rahmen einer randomisierten, doppelblinden Phase-II-Studie untersuchte nun eine internationale Forschergruppe, inwieweit die zusätzliche Gabe des monoklonalen Antikörpers Rilotumumab weiteren Benefit bringen kann. Die Daten wurden auf dem ESMO 2011 präsentiert.
Einfluss des KRAS-Status auf Outcome einer Therapie mit Irinotecan und Panitumumab beim fortgeschrittenen, chemorefraktären, kolorektalen Karzinom
Eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens durch eine Therapie mit Irinotecan und Panitumumab bei Patienten mit chemorefraktärem, fortgeschrittenem kolorektalen Karzinom vom KRAS-Wildtyp konnte in der PICCOLO-Studie nicht nachgewiesen werden. Jedoch zeigte sich in der auf dem ESMO 2011 vorgestellten Analyse eine vom KRAS-Mutationsstatus abhängige signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens.
Phase-III-Studie mit Aflibercept und FOLFIRI
Erste Ergebnisse der VELOUR-Studie zeigten eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überleben und des Gesamtüberlebens von Aflibercept gegenüber Plazebo in Kombination mit FOLFIRI in der Second-line-Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms. Eine Subgruppenanalyse, die auf dem ESMO präsentiert wurde, bestätigte und konkretisierte diese Phase-III-Daten.
KRAS-Status und zirkulierende Tumorzellen als prognostische Marker
Eine auf dem ESMO 2011 präsentierte retrospektive Analyse konnte zeigen, dass die Anzahl zirkulierender Tumorzellen und der KRAS-Status in Kombination miteinander starke Indikatoren die Vorhersage der Prognose von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom sind, die mit einer Bevacizumab-haltigen Therapie behandelt werden.


Aktuelles vom vom DGHO und DGU 2011
Video-Expertenrunden Video-Experteninterviews
  • Prof. Goldschmidt: Multiples Myelom - Neue Substanzen verbessern das Outcome [mehr..]
  • Prof. Griesinger: Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom - Neuartige Substanzen in der medikamentösen Tumortherapie [mehr..]
  • Prof. Niederwieser: Hämatologische Erkrankungen - Neue Möglichkeiten in der medikamentösen Tumortherapie [mehr..]
  • Prof. Dr. Jalid Sehouli: Neue therapeutische Option in der Behandlung des Ovarialkarzinoms [mehr..]



Aktualisiert am: 07.05.12 - 12:29



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