DKG-Arbeitsgemeinschaften im Porträt - DKK 2012

Vielzahl an Aktivitäten zu Gunsten einer hohen Qualität in der Onkologie


Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO)
"Ein Kongress mit vielen Höhepunkten"
Prof. Dr. Schadendorf spricht über die interdisziplinäre Behandlung in zertifizierten Hauttumorzentren, neue Behandlungsansätze beim Melanom und Hautkrebs-Screenings. Als vordringliche Ziele der ADO nennt er vor allem Studienkonzeption und Nachwuchsförderung.


Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO)
„Deutsche Krebsmedizin immer besser organisiert“
Prof. Dr. Ortmann gibt einen Überblick über die Veranstaltungen der AGO auf dem DKK 2012. Dazu zählen zum einen State-of-the-art-Sitzungen zum Mammakarzinom und den großen Genitalmalignomen. Mit Diskussionen zum Nationalen Krebsplan und Organkrebszentren greift die AGO aktuelle Projekte auf, die die Versorgung von Krebspatienten weiter verbessern können.


Arbeitsgemeinschaft Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Onkologie (AHMO)
"Ziel ist die individuelle, leitlinienkonforme Therapie"
Ein zentrales Thema der AHMO seien individuelle Therapien auf der Basis von evidenzbasierten Leitlinien, so der Vorsitzende Prof. Klaus-Dietrich Wolff. Die Identifizierung molekularbiologischer Marker spiele daher eine wichtige Rolle. Unter den Veranstaltungen der AG hob Prof. Wolff besonders die gute besuchten Fallpräsentationen hervor, die, wie andere neue Formate auf dem DKK 2012, mehr Möglichkeiten zur Beteiligung eröffnen.


Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO)
"Das abgestimmte Miteinander in der onkologischen Therapie"
Tumorentitäten aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu sehen und dabei mit einem abgestimmten Miteinander die onkologische Therapie zu optimieren ist, so PD Dr. Ullrich Graeven im Interview, ein vorherrschendes Thema auf dem DKK 2012. Dies deckt sich mit den Zielen und Vorhaben der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO).


Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pathologie (AOP)
Prädiktive Diagnostik als Schlüssel
Prof. Dr. Röcken spricht über die Möglichkeiten der molekularen Diagnostik als Ergänzung zur konventionellen Histologie und hebt mit Blick auf Hautkrebs, Kolon- und Magenkarzinom die Aussagekraft der neuen Verfahren hinsichtlich des Therapieansprechens hervor.


Arbeitsgemeinschaft onkologische Thoraxchirurgie (AOT)
Interdisziplinärer Austausch von besonderer Bedeutung
Prof. Dr. Joachim Schirren erläutert den Stellenwert einer interdisziplinären Therapieplanung bei den Thoraxtumoren und stellt heraus, welche Aspekte für die Thoraxchirurgen dabei besonders wichtig sind. Dies spiegelt sich auch in den Veranstaltungen der AOT auf dem Deutschen Krebskongress wider. Hier steht neben der Alterschirurgie beim Lungenkarzinom und der Behandlung des Mesothelioms, die Metastasenchirurgie im Mittelpunkt, die auch von einer interdiziplinären Zusammenarbeit abhängig ist.


Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin (APM)
"Palliativmedizin in der DKG fest verankert "
Prof. Dr. Kleeberg stellt die Arbeit der APM vor. Die Palliativmedizin ist auf dem diesjährigen Kongress stärker vertreten als in den Jahren zuvor und zu einem festen Bestandteil innerhalb der Arbeitsgemeinschaften der DKG geworden. Im Zentrum der Diskussionen auf den Veranstaltungen des DKK steht unter anderem der Umgang mit aktiver Sterbehilfe in Deutschland.


Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Onkologie (APO)
Den Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter managen
Auf den interdisziplinären Foren, an denen sich die APO auf dem DKK beteiligt hat, standen laut Prof. Dr. Klingebiel unter anderem hochmaligne Lyphome und akute Leukämien sowie solide Tumoren im Mittelpunkt. Eine wichtige Rolle spielte das Management und die koordinierte Nachsorge beim Übergang vom Kindes- und Jugend- ins Erwachsenenalter. Die APO plant daher, die Nachsorge von krebserkrankten Kindern und Jugendlichen künftig gemeinsam mit anderen involvierten Fachgebieten in Phase-II-Studien zu untersuchen.


Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO)
" Radioonkologie wünscht mehr Interdisziplinarität"
Prof. Dr. Schmidberger stellt die Arbeit der ARO vor, die ebenfalls im Zeichen der Interdisziplinaritität steht. Dies spiegelt sich auch in den Veranstaltungen der ARO wieder. Mit ihrem Symposium zu Innovationen in der Radioonkologie richtet sich die Arbeitsgemeinschaft vor allem auch an andere Fachdisziplinen. In der Zukunft sind unter anderem Studien zum low-risk Prostatakarzinom geplant.


Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS)
Supportivtherapie und Reha auf dem DKK
Prof. Dr. Feyer und Prof. Dr. Bartsch nennen als wichtigste Themen der ASORS Leitlinien und Qualitätsindikatoren. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die ASORS sie mit dem Symposium zu „Krebs und Sexualität“. Zudem geben die Experten einen Ausblick auf eigene Kongressaktivitäten der ASORS im Jahr 2013.


Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO)
" Gesundheitspolitik im Blickpunkt"
Prof. Dr. Jürgen Gschwend stellt die Arbeit der AUO vor. Neben dem interdisziplinären Austausch und der Diskussion aktueller Studiendaten, sieht Prof. Gschwend den DKK auch als große Chance Signale an die Politik zu senden. Im Schwerpunkt des Interesses der AUO steht außerdem die wissenschaftliche Arbeit und die Erstellung und Entwicklung weiterer Leitlinien.


Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Onkologie (CAO)
"Die Rolle der Chirurgie im onkologischen Behandlungskonzept"
Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Chirurgen, Radiotherapeuten und internistischen Onkologen ist die Basis einer modernen Tumortherapie. Dies spiegelt sich auch in aktuellen chirurgischen Studienkonzepten wider, so Prof. Dr. Arnulf Hölscher im Interview. Der DKK als fachübergreifender, onkologischer Kongress bietet daher auch für Chirurgen eine interessante Plattform zum Austausch.


Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Onkologie – Viszeralchirurgie (CAO-V)
Onkologische Chirurgie auf dem DKK breit vertreten
Laut Prof. Dr. Lang, Vorsitzender der CAO-V, ist die Arbeitsgemeinschaft bei etwa zehn Veranstaltungen zu wichtigen Krebserkrankungen auf dem DKK breit vertreten. Als Ziele der CAO-V für die Zukunft nennt er unter anderem die Mitarbeit in Gremien der Deutschen Krebsgesellschaft wie Zertifizierungs- oder Leitlinienkommissionen und die flächendeckende Qualitätssicherung in der Chirurgie, beispielsweise durch Register, Dokumentationssysteme und Mentorenprogramme.


Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK)
Evidenz schafft Basis für Qualität in der onkologischen Pflege
KOK-Sprecherin Kerstin Paradies, Hamburg, stellt die wichtigsten Schwerpunkte der Arbeitsgemeinschaft auf dem Deutschen Krebskongress vor. Insbesondere die Integration des Themenspektrums Pflege in ein State-of-the-Art Symposium zeigt die zunehmende Bedeutung einer evidenzbasierten onkologischen Pflege.


Neuro-Onkologische Arbeitsgemeinschaft (NOA)
Meningiome im wissenschaftlichen Fokus
Zu den Highlights der NOA-Veranstaltungen gehört laut AG-Sprecher Prof. Walter Stummer die "Best of Noa"-Sitzung, auf der zwei große erfolgreiche Studien vorgestellt werden. Darüber hinaus stellen diesmal die bisher eher vernachlässigten bösartigen Meningiome ein Schwerpunktthema dar. Diese müssten aktiv beforscht werden, so Prof. Stummer. Weitere wichtige Anliegen der NOA sind die frühe Einbindung junger Wissenschaftler in die Onkologie sowie das für die DKG-Zertifizierung entwickelte Modul Neuroonkologie.


Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pharmazie (OPH)
Adhärenz von onkologischen Patienten fördern
Klaus Meier, Vorsitzender der OPH, berichtet von den DKK-Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft, bei denen anhand von Fallpräsentationen die interdisziplinären Anforderungen an die Krebstherapie diskutiert wurden. Zudem stellt er ein engagiertes Projekt der OPH vor, bei dem künftig etwa 20.000 Apotheker bundesweit geschult werden sollen, damit sie die Adhärenz von onkologischen Patienten fördern können, die orale Krebsmedikamente erhalten.


Pneumologisch-Onkologische Arbeitsgemeinschaft (POA)
Tumoren der Lunge im Fokus
Dr. Karl-Matthias Deppermann, Erfurt, zeigt sich im Interview sehr erfreut über die Aufmerksamkeit, die der Lungenkrebs auf dem DKK 2012 erfahren hat. Im Mittelpunkt standen dabei Lungenkrebszentren, zielgerichtete Substanzen, die Versorgung älterer Patienten und die Messung des Therapieerfolgs. Als zukünftige Projekte seiner AG nennt er das interdiziplinäre Netzwerk zur Thoraxonkologie und die Verzahnung des ambulanten und stationären Bereichs.


Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin in der Onkologie (PRIO)
Integrative Onkologie stellt den Patienten in den Mittelpunkt
Dr. Jutta Hübner, Vorsitzende der PRIO, erläutert im Interview, warum die primäre Prävention für viele Onkologen Neuland ist und gefördert werden muss. Zugleich stellt sie heraus, dass der Begriff "Integrative Onkologie" vor allem das Ziel haben sollte, den Patienten "im Mittelpunkt und als Herr des Geschehens" zu begreifen. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Qualitätssicherung. Hier gibt es bereits erste Initiativen, Onkologen im Rahmen von Seminaren fortzubilden. Eine Vision für die Zukunft ist die Etablierung einer entsprechenden Zusatzbezeichnung.


Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO)
Psychoonkologie hat heute einen festen Stellenwert
PD Dr. Susanne Singer spricht im Interview auf dem DKK über die gewachsene Bedeutung der Psychoonkologie, die sich auch in der derzeit laufenden Vorbereitung einer eigenen Leitlinie niederschlägt. Studienergebnisse zeigen die Wirksamkeit psychoonkologischer Interventionen. Herausforderungen gibt es vor allem bei der Organisation und Finanzierung der psychoonkologischen Versorgung.


Arbeitsgemeinschaft Experimentelle Krebsforschung (AEK)
Rascher Transfer in die Klinik
Prof. Dr. Engers spricht über Aufgaben und Ziele der AEK und betont die zunehmend engere Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschern und Klinikern. Den DKK sieht er als wichtige Möglichkeit, durch Informationsaustausch unter Experten ein größeres gemeinsames Verständnis für die aktuellen Probleme und Perspektiven in der Onkologie zu schaffen.


German Testicular Cancer Study Group (GTCSG)
"Hodentumoren im Fokus"
Die German Testicular Cancer Study Group ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, mit Vertretern aus der AUO, AIO, ARO. Prof. Dr. Krege und Prof. Dr. Bokemeyer stellen die Arbeit der GTCSG vor und geben einen Überblick über die Veranstaltungen der Arbeitsgruppe auf dem DKK 2012. Zudem stellen sie die zukünftig geplanten Aktivitäten vor.


Interdisziplinäre Arbeitsgruppe BlasenCarcinom (IABC)
Mehr Aufmerksamkeit für das Harnblasenkarzinom
Der Kongresspräsident des DKK 2012 Prof. Dr. Peter Albers äußert sich zur Tätigkeit der Interdisziplinären Arbeitsgruppe BlasenCarcinom (IABC). Er stellt die wesentlichen Ziele der IABC vor und nennt wichtige Projekte, die die IABC in naher Zukunft angehen wird. Zudem betont er die Interdisziplinarität der IABC, ein Aspekt der auch für andere Krebsarten gilt und daher auch auf dem DKK 2012 berücksichtigt wird.


Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Kopf-Hals-Tumoren (IAG-KHT)
„ DKK 2012 - gelebte Interdisziplinarität“
Prof. Dr. Rainer Fietkau und Prof. Dr. Andreas Dietz stellen die Arbeit der IAG-KHT vor, bei der die Verbesserung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit sowohl national als auch international im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus sollen weitere Studien initiiert werden, um Diagnostik und Therapie der Kopf-Hals Tumore zu verbessern.


Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Nierentumoren (IAG-N)
"Translationale Forschung steht im Mittelpunkt"
Prof. Dr. Lothar Bergmann und Prof. Dr. Thomas Steiner erläutern die Schwerpunkt der IAG-N auf dem 30. Deutschen Krebskongress in Berlin. Nachdem in der Therapie des Nierenzellkarzinoms in den letzten Jahren eine positive Entwicklung zu verzeichnen war, gehe es nun vor allem um die Biologie des Nierenzellkarzinom und Therapien weiter zu personalisieren.


Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Hyperthermie (IAH)
Phase-III-Studie zur Hyperthermie beim Pankreaskarzinom
Die IAH, deren Vorsitzender Prof. Dr. Issels ist, hat auf dem DKK ein interdisziplinäres Symposium veranstaltet, bei dem unter anderem Grundlagendaten vorgestellt wurden, nach denen die regionale Hyperthermie womöglich eine Inflammation am Tumor auslöst und somit das Immunsystem zum Kampf gegen ihn aktiviert. Zu weiteren wichtigen Themen gehörte eine Phase-III-Studie zum Vergleich von Chemotherapie mit bzw. ohne Hyperthermie beim Pankreaskarzinom nach R0/R1-Resektion, die in Kürze beginnen wird. Als ein künftiges Projekt der IAH nennt Issels thermosensitive Liposomen, die unter Einfluss der regionalen Hyperthermie Zytostatika im Tumor freisetzen.



Aktualisiert am: 07.05.12 - 9:24



Zytiga Anwendungsbroschüre
GSK: Banner Votrient
test
Suche
Suchbegriff


Wo wollen Sie suchen?


Suchen ->
Forum
Forum aktuell Mitgliederzeitschrift der DKG. Im Fokus: Leitlinien in der Onkologie: Wegweiser im Labyrinth der Therapieoptionen.