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51st ASH Annual Meeting and Exposition - American Society of Hematology

ASH 2009




Video-Expertenrunde

Expertenrunde Hämatoonkologie
Neueste Erkenntnisse aus der Hämatoonkologie
Hochkarätige Experten stellen aktuelle Studiendaten und neue Entwicklungen bei hämatoonkologischen Erkrankungen vor. Beim diesjährigen ASH gab es besonders viele interessante Präsentationen zur CML und zum Multiplen Myelom. Auch deutsche Studien sind ganz vorne dabei.

Teilnehmer der Diskussionsrunde sind:
  • Prof. Norbert Gattermann (Düsseldorf)
  • Prof. Dietger Niederwieser (Leipzig)
  • Prof. Tim Brümmendorf (Aachen)
  • Prof. Orhan Sezer (Würzburg)
  • Dr. Kai Neben (Heidelberg)
 




Interviews mit Experten

Prof. Dr. Andreas Hochhaus im Telefoninterview
Therapie der chronisch myeloischen Leukämie (CML)
Einer der Schwerpunkte auf dem ASH 2009 waren Therapieoptionen bei chronisch myeloischer Leukämie (CML). Prof. Hochhaus hat dazu klinisch wichtige Highlights ausgewählt und in einem Telefoninterview für Sie kommentiert. Begleitend zum Telefoninterview haben wir für Sie die wichtigsten Dias der Präsentationen zusammengestellt.


Prof. Dr. Martin Dreyling spricht über Highlights des ASH
Therapie des Lymphoms
Bei fortgeschrittener CLL konnte erstmals ein Überlebensvorteil mit dem R-FC-Schema (Rituximab, Fludarabin, Cyclophosphamid) gegenüber der Standardchemo FC gezeigt werden. R-FC ist damit Standard in der Erstlinientherapie der CLL. Beim follikulären Lymphom ist Bendamustin-Rituximab eine effektive und gut verträgliche Option neben CHOP-R. Ermutigende Studienergebnisse gibt es auch bezüglich molekularer Therapieansätze mit Lenalidomid und Bortezomib.


Indolente Lymphome
Bendamustin plus Rituximab signifikant wirksamer als CHOP-R
Die Kombination Bendamustin plus Rituximab (B-R) hat das Potential, neuer Therapiestandard in der First-line-Therapie von indolenten und Mantelzell-Lymphomen zu werden – dies zeigen die finalen Ergebnisse einer Phase-III-Studie der Studiengruppe indolente Lymphome (StiL), die Studienleiter PD Dr. Mathias Rummel, Giessen, auf der diesjährigen Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) vorstellte.



Kongressberichte

MM: 3-Jahres Follow-up VISTA Studie
Auch nach dreijähriger Nachbeobachtungszeit bestätigen sich die ersten Ergebnisse der VISTA-Studie, die einen Überlebensvorteil einer Primärtherapie mit Bortezomib plus MP gegenüber der alleinigen Therapie mit MP gezeigt hat. Dieser Vorteil konnte auch nicht durch verschiedene, teilweise Bortezomib-haltige Zweitlinientherapien ausgeglichen werden.


MM: Bortezomib-Dexamethason Induktion vor HDT-ASCT
Die erste Auswertung der IFM2005-01 Studie hat höhere Remissionsraten für eine Induktionstherapie mit Bortezomib-Dexamethason (VD) gegenüber Vincristin-Doxorubicin-Dexamethason (VAD) gezeigt. In der auf dem ASH 2009 vorgestellten neuen Analyse wurden erstmals Daten zum progressionsfreien Überleben in dieser Phase-III-Studie berichtet.


MM: Primätherapie mit Lenalidomid plus MP
Die erste geplante Zwischenauswertung einer Phase-III-Studie erbrachte ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben durch eine Primärtherapie mit Lenalidomid plus MP gefolgt von einer Lenalidomid-Erhaltungstherapie gegenüber MP alleine.


M. Hodgkin: Intensive Chemo und dosisreduzierte IF-Bestrahlung
Die 5-Jahres-Daten der HD11-Studie machen deutlich, dass eine dosisreduzierte Feldbestrahlung mit 20 Gy nach vier Zyklen ABVD zu keiner Optimierung der Tumorkontrolle führt und damit 30 Gy nach 4 x ABVD notwendig bleiben.


Bendamustin beim follikulären und Mantelzell-Lymphom
Die finalen Ergebnisse der Phase-III-Studie der Studiengruppe indolente Lymphome (StiL), die BR mit CHOP-R bei unbehandelten Patienten mit follikulären, indolenten und Mantelzell-Lymphomen verglich, bestätigen die überlegene Rolle von BR. Damit sind die Tage der CHOP-haltigen Regimes in der First-line-Therapie bei Patienten mit dieser Art von Lymphomen gezählt.


DLBCL: Fraglicher Vorteil durch dosisdichtes R-CHOP
In einer Zwischenauswertung der LNH03 Gela-Studie ergab sich kein Vorteil durch eine Verkürzung des R-CHOP-Intervalls von 21 Tage auf 14 Tage. Allerdings weist der Explorationsarm einige Mängel in der Durchführung auf (Dosierungsintervall lag im Schnitt bei 15 Tage) und auch die Gabe von G-CSF war nicht obligatorisch. Die Endauswertung bleibt abzuwarten.


FCR verbessert Überleben bei fitten Patienten mit CLL
Das Update der CLL8-Studie konnte für die Dreierkombination Fludarabin/Cyclophosphamid/Rituximab (FCR) erstmals auch einen Überlebensvorteil gegenüber dem Standard FC nachweisen. Die Immunochemotherapie FCR wird nach Ansicht der Experten der neue Goldstandard bei der Behandlung von körperlich fitten Patienten mit CLL.


Aggressive Lymphome: primäre Hochdosistherapie enttäuschte
In der MegaCHOEP-Studie der deutschen DSHNHL-Gruppe führte die primäre Hochdosistherapie bei jüngeren Patienten mit duffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLCL) nicht zu einer Verbesserung des Behandlungserfolges gegenüber der konventionellen Therapie mit R-CHOEP-14. Zudem war die Hochdosistherapie deutlich toxischer.



Aktualisiert am: 10.02.10 - 15:49
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