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Initiativen gegen Alkohol
Obwohl Alkohol schon seit Tausenden von Jahren bekannt ist, begann sich erst im 19. Jahrhundert die Erkenntnis durchzusetzen, dass regelmäßiger Konsum abhängig machen kann.
Die ersten "Mäßigkeitsvereine" wurden im 19. Jahrhundert gegründet, manchmal propagierten sie intensiv den Genuss von Bier anstatt Branntwein. Der Gipfel der Anti-Alkohol-Bewegung war in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA erreicht: Ab 1919 waren Herstellung, Verkauf und Konsum von alkoholischen Getränken verboten. Schwarzbrennerei und Schmuggel blühten, die Prohibition wurde 1933 wegen erwiesener Sinnlosigkeit aufgehoben.
Verbote sind also keine Lösung, nur Aufklärung hilft weiter. Tatsächlich können die meisten Menschen gut mit Alkohol umgehen; 70 Prozent der Männer und 80 Prozent der Frauen fallen in die Kategorie "risikoarmer Alkoholkonsum". Definiert man "risikoarm" für Männer bis 40 g statt bis 30 g reinen Alkohol pro Tag (wie etwa die Weltgesundheitsorganisation dies tut), dann trifft die Kategorie sogar auf 78 Prozent der Männer zu.
Umgekehrt bedeutet dies aber auch: Etwa jede/r Fünfte trinkt mehr als ihr oder ihm gut tut. Nicht alle diese Menschen sind Alkoholiker, aber sie gehen Gesundheitsrisiken ein. Und immerhin 5 Millionen Menschen (mehr als 5%Prozent der Bevölkerung) sind aktuell alkoholabhängig (1,6 Millionen) oder "trockene" Alkoholiker (3,2 Millionen).
Viele Organisationen bieten Informationen und Hilfe für Alkoholkranke und ihre Angehörigen (siehe unten unter Links).
Aktualisiert am: 05.06.11 - 14:11